MMM: Herbstrock Nummer 2

27 November 2013

in
Ein neues Lieblingsteil ist entstanden! Ich habe erneut einen Rock nach dem Schnittmuster Römö genäht. Meine erste Römö hatte ich euch hier gezeigt. Ich habe mir vor dem Nähen nochmals das Video-Tutorial "Masterin-Zipper-Techniques" von Sunny Standing bei Craftsy angeschaut. Alle, die wie ich noch Lernbedarf zum Thema Reissverschlüsse haben,  kann ich das Tutorial sehr ans Herz legen (Ich weiß, ich wiederhole mich, aber Dinge, die mich überzeugen, kann ich gar nicht oft genug lobend hervorheben :-) ). Es hat sich gelohnt, der verdeckte Nahtreißverschluss und das Einnähen des Futters ist mir besser gelungen als bei meiner ersten Römö. Ich freu mich so! Die Bilder sind am bereits am Wochenende am Bodensee entstanden.






Das Stöffchen ist ein ganz kuschelig weicher Karo-Wollstoff. Er war auch nicht ganz günstig, aber für so ein Röckchen braucht man ja zum Glück nicht so viel Material! Den Saum habe ich mit  der Ovi versäubert und dann mit dem Blindstichfuß angenäht. Ich habe diesen Spezialfuß zum ersten Mal verwendet und bin begeistert! Man sieht auf der rechten Seite tatsächlich nix - blinder Saum - wie es sein soll!




 Noch ein paar Details zu meinem heutigen Herbstoutfit:
Mantel: Benetton
Pullover: Vero Moda
Rock: Me Made
Strumpfhose: Kunert
Boots: Sommerkind
Mütze: H+M
Auf den Herbsttrend "Karo" hatte Julia von Sewionista vor ein paar Tagen hier schon hingewiesen. Auch bei mir liegt schon ein zweites Karostöffchen für einen weiteren Rock Bereit.
 
... und nun viel Spaß bei all den anderen tollen Herbstoutfits am Me Made Mittwoch.
 
Eure Anni
 
 


 

Weihnachtskleid-Sew-Along: Teil 2

24 November 2013

in
Nach einigen Tagen mit Stöbern und Nachdenken bin ich nun wild entschlossen "PEONY" von Colette Patterns zu nähen.

Inzwischen habe ich herausgefunden, dass Colette Patterns seine Schnitte für Damen mit größerer Oberweite auslegt ), wohl Körbchen C. Da ich damit nicht dienen kann, werden einige Änderungen des Oberteils notwendig werden! Lange habe ich überlegt, ob ich mich dieser Herausforderung stelle. Aber, wer nicht wagt, der nicht ... . Es gibt auch einige gute Anleitungen im WWW, die sich mit der Änderung der Brustweite beschäftigen. Unter anderem findet sich auf dem Blog von Colette Patterns Coletterie eine ausführlich bebilderte Anleitung zum Thema Full and small bust ajustment. Weitere Tipps habe ich in dem Buch "Mein ganz persönliches Schnittmuster" von Lee Hollahan gefunden.

 

Falls ich es partout nicht hinbekommen sollte, habe ich noch einen Plan B für ein anderes aber dann schnell umsetzbares Weihnachtskleid im Kopf (da es aber gar nicht zu Plan B kommen soll, wird dieser auch geheim gehalten)!

Gestern habe ich nach dem passenden Stoff für mein PEONY-Kleid gestöbert und bin auf diese schöne Baumwollsatin-Stretch-Popeline gestoßen. Das Kleid wird natürlich gefüttert, bei bestrumpften Beinen für mich ein Muss! Den passenden Futterstoff habe ich auch gefunden. Bisher habe ich "nur" Röcke gefüttert, ein gefüttertes Kleid ist eine Premiere!

Ein schönes Detail bei PEONY ist der Gürtel! Ich habe geplant mehrere Gürtel (mindestens zwei) anzufertigen, damit ich das Kleid zu unterschiedlichen Anlässen tragen kann. Zu Weihnachten z.B. einen aus rotem Satin und zusätzlich einen aus dem gepunkteten Originalstoff für weniger festliche Anlässe.

Ich möchte mich heute noch aufraffen und das Schnittmuster ausdrucken und zusammenkleben. Vielleicht komme ich auch noch dazu, ein Probeoberteil auszuschneiden. Dann könnte ich mich nächste Woche an den aufwändigen Teil der Schnittmusteränderung machen. Das wird sicher lustig ???????

Jetzt werde ich schauen, wie weit die anderen Damen mit ihren Plänen sind. Hat gar schon jemand angefangen zu nähen? Hier geht's lang zum Weihnachtskleid-Sew-Along.

MMM: Herbst-Winter-Trend Sweatshirt

20 November 2013

in
Julia von Sewionista hatte vor kurzem hier über den aktuellen Herbst-Winter-Trend "Sweatshirt" berichtet. Ich habe das Sweatshirt diesen Herbst auch für mich als Kleidungsstück wiederentdeckt! Ich trug bis vor kurzem kaum Pullover oder Sweatshirts. Shirts mit Strickjacke bzw. Cardigan kombiniert empfand ich als praktischer. Aber so ein Sweatshirt ist bequem, hält wunderbar warm und sieht dazu auch noch lässig aus! Wie schaut es bei Euch aus? Tragt ihr Sweatshirts und Pullover im Alltag oder mögt ihr lieber Strickjacken? Nachdem ich ein schönes Stück käuflich erworben hatte, war natürlich mein Nähfieber geweckt und ich habe nach passenden Schnitten gestöbert.

Entstanden ist ein unaufgeregtes graues Raglanshirt mit leichtem Oversize-Look. Der Ausschnitt und die Bündchen sind recht weit, was es aber sehr lässig macht. Als kleines Extra habe ich einen Strassstern aufgebügelt, sonst kommt es ganz PUR daher. Der Schnitt ist "Elsa" von Schnipp-Schnapp. Mit etwas Näherfahrung ist er sehr schnell und ohne Schwierigkeiten genäht. Der Sweater ist einschließlich Zuschnitt an einem Abend entstanden und wird seitdem quasie dauergetragen, da er so schön kuschelig und bequem ist.


 
mit grauem Loop
 


 
Aus meiner Sicht ist der Schnitt absolut empfehlenswert, ich habe ihn in Größe 36 genäht. Änderungen habe ich keine vorgenommen. Ich werde mit Sicherheit noch ein Shirt nach diesem Schnitt nähen, da ich es zu Röcken kombinieren möchte, werde ich die nächste Version in der Länge etwas kürzen.

http://schnipp-schnapp-schnittmuster.de/
 

Und da ich mein Sweatshirt auch am heutigen Mittwoch wieder trage, auf damit zum MMM (hier entlang).

Eure Anni


Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 1

17 November 2013

in

Dieses Jahr möchte ich erstmals auch beim Weihnachtskleid-Sew-Along mitmachen. Meine Nähkenntnisse hatten letztes Jahr noch nicht ausgereicht, um mich aktiv zu beteiligen, so dass ich nur ein Zuschauer dieses schönen Nähspektakels war.

Ich habe erst gestern entdeckt, dass es nun schon bald losgeht, und so stehe ich heute noch etwas planlos da. Ich werde den heutigen Tag vor allem nutzen, um bei euch anderen zu schauen und möglichst noch viele Inspirationen zu sammeln. Ein paar Ideen schwirren mir aber doch schon durch den Kopf.

Sehr gerne würde ich den Schnitt "PEONY" von Colette Patterns ausprobieren. Ich finde der Schnitt passt auch gut zum Thema, denn wenn man das Bindeband in einer Kontrastfarbe wählt, sieht man selbst aus wie ein hübsch verpacktes Geschenk, hmmm, bitte nicht falsch verstehen!!!! Welchen Stoff ich für den Schnitt allerdings verwenden soll, bin ich noch komplett unschlüssig. Empfohlen sind Webstoffe, wobei ich derzeit Jerseykleider sehr liebe.


Eine Alternative wäre es für mich eine Kombination aus Rock und Kleid zu nähen. Als Rockschnitt würde ich den Origami-Rock aus der Burda 09/2007 nähen. Diesen schönen Schnitt habe ich bei Rita von http://www.rita-pepita.blogspot.de/ entdeckt, sie hat beispielsweise dieses schöne Modell genäht.

Alternativ käme für mich der klassische schnörkellose Rock aus der OTTOBRE 05/2013 in Betracht. Dazu die passende Schößchenbluse, ja vielleicht.

Ein Blusenschnitt, der mir auch nicht aus dem Kopf geht, ist die Mathilde Blouse von Tilly, die ihr hier bewundern könnt.

Also, was meint ihr? PEONY oder Rock und Bluse? Hat jemand den PEONY-Schnitt schon mal genäht, oder habt ihr vielleicht schon Erfahrungen mit anderen Schnitten von Colette-Patterns?

So, ich gehe jetzt bei bei euch anderen stöbern. Zum ersten Teil des Weihnachtskleid-Sew-Along geht es hier entlang.

Eure Anni

MMM mit Jerseykleid Onion 2001

13 November 2013

in
Bei dem heutigen Jerseykleid handelt es sich um ein Probekleid des ONION-Schnittes 2001.

Ich hatte Bedenken, dass mir der Schnitt in den Schultern zu eng wird, weshalb ich mich zum "Probenähen" entschlossen hatte! Verwendet habe ich einen bei Karstadt günstig erstandenen Viskosejersey (reduziert auf 6 Euro/Meter). Den Nahtreißverschluss im Rücken habe ich wegelassen - es sollte schnell gehen :-). Den Halsausschnitt konnte ich deshalb nicht mit Belegen versäubern, wie im Original-Schnitt vorgesehen. Dies wäre zu eng geworden, und mein Köpfchen hätte nicht mehr durchgepasst! Ich habe deshalb ein schwarzes Bündchen verwendet. Auch der untere Saum wurde mit dem gleichen Bündchen versehen.





Erschwerte Bedingungen: Wind, Regen und herbstliche Kälte ...


Die Passform ist ausgezeichnet. Das Kleid hat im vorderen Brustbereich Abnäher, zwei weitere Abnäher finden sich im oberen Rücken. Nachdem die Passform nun überprüft ist, werde ich den etwas teureren schwarzen Jersey anschneiden. Die zweite Version wird einen Nahtreizverschluss erhalten!

Und da ich mein neues Kleid am heutigen Mittwoch erstmals "ausführe"
geht´s auf zum MMM.


SWAP: Zwischenstand

10 November 2013

in
Etwas verspätet kommt heute mein Bericht über meine Nähergebnisse beim aktuellen SWAP.

Es fehlte mir an Oberteilen zu dieser Hose, die auch noch gut zu einem neu erstanden dunkelblauen klassischen Blazer kombinierbar sein sollten:


...inzwischen sind drei Oberteile entstanden, die sich sehr gut zur Hose tragen lassen, und die sich teilweise auch gut zum blauen Blazer kombinieren lassen. Nachfolgend ein paar Eindrücke:


Weiter geht's ... . Ich hatte zu Beginn des SWAP als Schrankleiche diesen blauen Rock identifiziert:

Ich habe während des SWAP festgestellt, dass mir der Rock nie wirklich gefallen wird. Das Material stimmt nicht, ist sehr fusselanfällig, was als Besitzerin einer Katze sehr nachteilig ist. Ich habe auch keine Lust den ganzen Tag mit der Fusselrolle im Anschlag herumzulaufen! Auch der Schnitt (Pencilskirt) ist nicht wirklich meiner und entspricht zu wenig meinem Kleidungsstil! Diesen würde ich mal mit lässig-schick beschreiben. Ein Pencilskirt ist elegant und erinnert mich an Chefsekretärin bzw. erfolgreiche Businessfrau - dieser Stil bin nicht ich. Kurzum der Rock fliegt raus - ein Fehlkauf - aus dem ich allerdings viel über mich und meinen Stil gelernt habe - also doch kein kompletter Fehlkauf :-) .

Neben den Oberteilen stand auf meinem SWAP-Nähplan das Nähen von Jerseykleidern, um sie zu meinen Jeansjäckchen kombinieren zu können. Die Schnittmuster sind eingetroffen.


Gestern habe ich ein erstes Probekleid des ONION-Schnittes Nr. 2001 genäht. Einen ersten Blick dürft ihr schon mal darauf werfen, ausführlich werde ich Schnitt und Kleid in den nächsten Tagen präsentieren. Bei der Anprobe des Probekleides habe ich festgestellt, dass die gewählten Schnitte für mich nicht wirklich ein Missing Link sind, da sie zu den Jeansjäckchen nicht so gut harmonieren. Mit Cardigan oder Mantel gefällt mir das Jerseykleid besser.



Sehr interessant finde ich das vom SWAP-Team angesprochene Thematik zum 3. Teil des SWAP. Nach fast einem Jahr Nähen und Bloggen habe ich festgestellt, dass ich Druck beim Nähen als eher kontraproduktiv empfinde. Anfangs neigte ich dazu, mir zu viel vorzunehmen, ich wollte am liebsten bei jedem Sew Along teilnehmen, bei jedem MMM etwas neues tolles präsentieren, ... . Dies baute Druck auf, der mir andererseits den Spaß nahm. In der Zwischenzeit bin ich sehr viel gelassener geworden. Dazu beigetragen hatte unter anderem ein Post von Rong von My Pattern My Fashion, die dafür geworben hatte, langsamer aber dafür genauer zu arbeiten. Inzwischen ist Druck, den ich mir evtl. beim Nähen mache nicht mehr das große Problem. Die größere Herausforderung ist "Nähen nach einem Plan": Welches Kleidungsstück benötige ich? Welchen Schnitt möchte ich ausprobieren? Welchen neuen technischen Herausforderungen möchte ich mich stellen? In den Weiten des WWW kann man sich schnell verzetteln. Auf anderen Blogs finde ich ständig neue Inspirationen, entdecke tolle Schnitte, sehe tolle Stoffe. Nicht den Überblick zu verlieren, einen ungefähren Nähplan haben, der zeitlich einigermaßen realistisch ist - das ist meine Schwäche.
 
Eure Anni

Herbstspaziergang mit Klara

06 November 2013

in
Ein schöner Wochentag, wir haben Mittwoch und das heißt, das der Alltag durch den MMM bereichert wird. Zu meinen neuen Rock, den ich euch letzte Woche bereits gezeigt hatte, habe ich mir ein Shirt genäht. Gesucht hatte ich nach einem locker sitzenden, etwas kastiger geschnittenem Modell. Ich bin dann bei Dawanda auf die Schnitte von Schnipp-Schnapp gestoßen. Als erstes habe ich eine "Klara" aus wunderbar weich fallendem Jersey genäht. Das neue Shirt samt Rock wurden dann am Wochenende gleich zum Herbstspaziergang getragen. Seht selbst ...



 
 
Shirt: Schnitt Klara von Schnipp-Schnapp
Rock: Schnitt Römö via Farbenmix
Strickjacke: Mango
Stiefel: Sommerkind
Mütze: H&M
 
Noch einige Details zum Schnitt: Ich habe die Größe 36 genäht und bin mit der Passform sehr glücklich. Ich wollte ein leger sitzendes Shirt. Die Bündchen habe ich größentechnisch gemäß dem Schnitt zugeschnitten. Die Ärmelbündchen würde ich nächstes Mal etwas enger machen und die Ärmel etwas kürzen. Anstelle des Halsbündchens könnte ich mir auch einen locker fallenden Rollkragen gut vorstellen. Die Ärmel haben eine Raffung, was dem ganzen einen feminineren Touch gibt.
Den Schnitt könnt ihr käuflich erwerben unter http://schnipp-schnapp-schnittmuster.de
 
 
Einen schönen Tag wünscht euch
Eure Anni

10 Fragen an eine nähende Bloggerin

05 November 2013

in
In den letzten Wochen kam es immer wieder vor, dass ich "getaggt " wurde. Ich gebe ehrlich zu, dass ich entweder gar nicht auf die Anfrage reagiert habe oder mit kurzen, freundlichen Worten abgelehnt habe. Irgendwie erinnert mich das an die Kettenbriefaktionen meiner Kindheit, und ich habe beschlossen, dass ich aus diesem Alter raus bin :-). Als mich nun aber mein Sandra von Zufall wenn´s klappt anschrieb, kam ich ins Grübeln. Sandra ist mein ältester Bloggerkontakt, mit ihr tausche ich mich via E-Mail gerne aus und bin ganz traurig, dass wir soweit auseinanderwohnen und so nicht zusammen nähen können. Sandra wollte ich es nicht abschlagen, die 10 Fragen zu beantworten, die sie an mich gerichtet hat.

1. Gibt es etwas, was Du beim Nähen am Liebsten machst? Ärmel einsetzen, versäubern oder Futter einnähen zum Beispiel?
Gleich eine Frage zu Beginn, über die ich nachdenken muss! Was mache ich am liebsten? Ich könnte sofort sagen, was ich nicht so gerne mache: Schnittmuster abpausen, Zuschneiden, Kräuseln, ... . Ein toller Arbeitsschritt ist es, die Seitennähte zu schließen. Es ist eine technisch einfache Sache und hinterher kann man sein Kleidungsstück meist zum ersten Mal anprobieren - dann kann man entweder jubeln oder das gute Stück erst mal enttäuscht in die Ecke werfen ;-).

2. Bügelst Du viel beim Nähen?
Ja, inzwischen bügele ich viel! Ich mache gerade einen Videokurs bei Craftsy und dort wird ganz viel gebügelt. Ich selbst finde auch, dass es viele Arbeitsschritte erleichtert und vielen Stücken erst den perfekten Look gibt!


3. Achtest Du beim Einkauf von Stoffen und Garnen auf Qualität?
Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass ich mal bereitwillig 15-20 Euro für einen Meter Stoff ausgeben würde. Inzwischen habe ich verstanden, dass Qualität auch ihren Preis hat und es nicht unbedingt günstiger ist, sich ein Shirt zu nähen anstatt es zu kaufen. Allerdings sind die selbstgemachten Stücke dann meist wesentlich hochwertigerer Stoffqualität. Die Qualität der Nähte hat man auch selbst in der Hand.

4. Bist Du Wiederholungstäterin und nähst auch schon mal einen Schnitt mehrmals?
Wenn mich ein Schnitt wirklich überzeugt, nähe ich es gerne mehrfach. Insbesondere für Basisgarderobe wie Langarmshirts oder A-Linien-Röcke macht es Sinn, einen gut sitzenden Schnitt immer wieder zu verwenden. Andererseits probiere ich auch sehr gerne neue Schnitte aus, insbesondere um mich neuen technischen Nähherausforderungen wie Kragen, Knopfleisten u.s.w. zu stellen.
Schöner Basisschnitt: Raglanshirt von OTTOBRE

5. Hörst Du beim Nähen Musik? Oder läuft nebenbei der TV? Oder brauchst Du absolute Ruhe?
Oh, bei mir läuft meist der Fernseher nebenher oder ich schaue auf dem Laptop nebenher Sendungen über die Mediatheken der jeweiligen Sender! Na, seit ihr neugierig, was ich nebenher so schaue. Ich verrate es euch: aktuell zum Beispiel Fashion Hero, Shopping Queen, the Voice. Es müssen Sachen sein, auf die ich mich nicht konzentrieren muss, um inhaltlich folgen zu können.

6. Erzählst Du Deinen Mitmenschen, wenn Du etwas selbstgenähtes anhast?
Nur wenn sie mich auf mein Outfit ansprechen, oder wenn die Sprache auf mein Hobby kommt. Dann kann es schon mal sein, dass ich offen sage, dass das Stück, dass ich trage, selbstgemacht ist. Meist bekomme ich sehr positive Reaktionen. Zwei, drei Mal ist es mir allerdings schon passiert, dass ich eher "mitleidig" belächelt wurde. So nach dem Motto, "wie uncool - sie trägt selbstgenähte Sachen". Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass mein Gegenüber sehr oberflächlich denkt und - ganz klar - nicht ganz auf dem Stand der Zeit ist. Do-It-Yourself ist in unser schnelllebigen, auf Massenkonsum getrimmten Gesellschaft ja inzwischen kein Fremdwort mehr.

7. Versuchst Du, andere fürs Nähen zu begeistern?
Ich bin niemand, der seine Mitmenschen aktiv für die "Nähfront" zu gewinnen.
Gerne tue ich meine eigene Begeisterung kund, wenn dies jemanden animieren sollte, sich selbst an die Nähmaschine zu setzen, super!

8. Achtest Du bei Anderen auf die Passform? Also, ob die Bluse bei Deiner Kollegin eine ungünstige Aufteilung der Knöpfe hat, oder das Samstag-Abend-Kleid der Moderatorin im TV hässliche Falten wirft?
Im TV achte ich inzwischen regelmäßig auf das Outfit der Moderatorinnen. Gerade bei den öffentlich-rechtlichen Sendern empfinde ich die Schnitte häufig als sehr unvorteilhaft für den Figurtyp der Trägerin.

9. Entwickelst Du eine Art Abneigung gegen Dein Projekt, wenn Du Dich ewig lang damit beschäftigst?
Ja, wenn ein Stück während des Nähprozess zu lange herumliegt, kommen bei mir negative Gefühle auf! Aktuell gibt es ein Hemdblusenkleid nach einem Schnitt von McCalls, welches unfertig in meinem Nähzimmer hängt. Kragen und Ärmel müssten noch fertiggestellt werden. Genervt bin ich, weil der Schnitt viel zu weit ist und einiger Änderungen bedarf, falls er überhaupt noch zu retten ist. Außerdem glaube ich, dass der Schnitt einen weicher fallenden Stoff verlangt. Ich habe einen Baumwollstoff benutzt.

Eine Nähleiche?
10. Hast Du eine Traummaschine, die Du Dir irgendwann mal gerne holen willst?
Ich bin stolze und glückliche Besitzerin einer hochwertigen Pfaff-Nähmaschine bin (Pfaff Expression 150). Allerdings handelt es sich bei meiner Ovi um ein günstiges Basismodell, hier wäre mein Traum eine Babylock mit dem tollen Air-Einfädelsystem. Und dann hätte ich noch gerne eine Schneiderpüppi, einen Extra-Zuschneidetisch in Stehhöhe und, und, und ... :-). 

Liebe Grüße, Eure Anni