Inari Tee Dress

23 Juli 2015

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Kaum habe ich mein neues Sommerkleidchen fertiggestellt, regnet es hier. Nachdem es hier im Süden seit Wochen sommerlich heiß ist - fast jeder Tag jenseits der 30°C-Grenze, scheint es nun etwas abzukühlen.
 
Bei diesem Wetter hänge ich in meiner Freizeit am liebsten im Schatten im Garten herum, liege in der Hängematte oder entspanne auf unserer Schattenterasse. Am liebsten trage ich dabei Shirtkleider, die einfach locker um die Hüften schwingen. Leider habe ich davon gar nicht so viele in meinem Kleiderschrank, so dass die wenigen Exemplare ständig zwischen Tragen und Waschmaschine hin und her wandern. Da musste Abhilfe her. Außerdem benötigte ich zwischendurch ein entspannendes Nähprojekt, nachdem mich der Jumpsuit doch sehr auf eine Geduldsprobe gestellt hatte. Er ist auch immer noch nicht fertig :-(.
 
Die schlichten modernen Designs von Named-Clothing gefallen mir sehr - vor allem auch die aktuelle Ticket Collection, da  könnte ich viele Teile draus nähen. Mit der Alexandria Peg Trousers hatte ich sehr positive Erfahrungen gemacht. Für mein aktuelles Shirtkleid habe ich das Inari Tee Dress gewählt. Ich hatte schon sehr schöne Versionen - meist aus Webware - davon im WWW gesehen.
 
 Zugeschnitten habe ich die Größe 34.  Vorder- und Rückenteil war schnell mit der Overlock zusammengenäht. Nach dem ersten Überwerfen war ich dann erst mal sehr enttäuscht: Sack war wohl der beste Ausdruck für das, was ich sah. Also habe ich noch zwei Mal beherzt die Overlock angesetzt und so Weite herausgenommen. Die Naht ist auf jeder Seite 1,5 cm nach innen gewandert, also insgesamt habe ich den Umfang um 6 cm reduziert. Jetzt bin ich sehr, sehr glücklich mit meinem Kleid.
 
 Besonders gefallen mir die Seitenschlitze im Saum, und dass das Rückenteil etwas länger als das Vorderteil ist. Auch die aufgeschlagenen Ärmelbündchen sind ein nettes Detail. Im Halsbereich wurde mit einem Beleg gearbeitet. Das Kleid ist wirklich einfach zu nähen.
 
Noch ein paar Worte zum Stoff: Es handelt sich um einen grauen Jersey von Nosh. Wer schon einmal einen Noshjersey vernäht hat, weiß um die wunderbare Qualität dieses Stöffchens. Zugegeben er hat seinen Preis, der aus meiner Sicht aber gerechtfertigt ist. Ich habe den Jersey bei Stoff und Co in München erstanden. Ein wunderbarer Laden mit einer Vielzahl toller internationaler Stoffe. Einen Olineshop hat Stoff und Co auch, den Besuch in München kann ich aber nur empfehlen.
 
 Auch mit Gürtel schön zu tragen, ich werde wohl seitlich noch Gürtelschlaufen dazufügen.
 
Eine Schnittmusterbesprechung mit Stoffverbrauch, Schnittanpassung und meiner Einschätzung werde ich nochmals extra verfassen, das war ja eine meiner Vorsätze für dieses Jahr, mehr Schnittmusterbesprechungen :-).

Heute geht´s zu RUMS mit meinem neuen Sommerkleid.

Eure Anni

Geduldsprobe

21 Juli 2015

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Schon lange hat mir ein Projekt nicht mehr so viel Geduld abgefordert, wie der Jumpsuit, den ich gerade nähe.  Das Schnittmuster Josie aus der La Maison Victor  Mai-Juni 2015 hatte es mir schon beim ersten Durchblättern der Zeitschrift angetan.

Beim Stoffkauf entschied ich mich für ein weich fließenden Viscosestoff mit schönem Paisleymuster. Er ist sehr schön, aber zu Hause habe ich schnell Zweifel an meiner Wahl bekommen, da der Stoff sehr fließend ist. So hat es dann schon mal ein paar Tage gedauert, bis ich mich überhaupt an den Zuschnitt gewagt habe. Mit dem Rollschneider war das weniger unproblematisch als gedacht.
Das Nähen dieses flutschten Etwas war dann aber doch nicht so einfach. Die Nadeln rutschten zu Hauf wieder heraus. Ich habe mit den Einstellungen meiner Maschinen gekämpft, viele Probenähte gemacht, bis ich zufrieden war. Letztlich hat die Overlock die besten Ergebnisse gebracht, so dass ich viele Nähte einfach mit der Overlock zusammengefügt habe, als wenn es ein Projekt aus Jersey wäre.

Ich könnte hier noch über viele weitere problematische Stelen jammern, die dem flutschigen weichen Stoff geschuldet sind. Aber genug. Heute zeige ich euch ein Zwischenergebnis, dass mich hoffen lässt, dass ein tragbares Teil daraus wird. Ein paar Änderungen sind noch notwendig, vor allem im Bereich der Beine wie ich noch etwas Weite herausnehmen. 
 
Fazit: ich habe beim Nähen ganz oft gedacht, hätte ich doch eine Baumwollstoff genommen, wie im Heft vorgeschlagen. Aber nach der ersten Anprobe kann ich sagen, dieser leichte Stoff fühlt sich bei den heißen Temperaturen, die wir fast schon den ganzen Juli in Süddeutschland haben, ganz wunderbar an. ... Und ich hoffe ja noch auf weitere schöne Sommertage.
 
Einen kreativen Dienstag wünscht Euch
 
Anni

MMM: Shorts Scarlet No. 2

08 Juli 2015

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Zurück aus dem Urlaub kann ich euch endlich meine neuen Shorts zeigen. Aufgrund schlechtem Handyempfangs und miserablem WLAN habe ich während des Urlaubs mal ganz auf Smart-Phone und Tablet verzichtet. Das war eine gute Erfahrung - völlige Blogabstinenz. Am Wochenende habe ich mich dann aber ganz gespannt, durch meinen Bloglovin-Feed geklickt. Es war spannend, wie viel neues es in nur zwei Wochen gibt. ... und heute freue ich mich, wieder beim MMM dabei zu sein.
 
So nun aber zurück zu meinen Shorts. Verwendet habe ich wieder den Schnitt Scarlet aus der Maison Victor Mai/Juni 2015.
 
 
Grundsätzliche Änderungen am Schnitt habe ich keine vorgenommen. Der sitz sehr gut - wie er ist. Beim Nähen bin ich nicht ganz der Anleitung gefolgt. Die Bundfalten habe ich einige Zentimeter abgenäht und auch bei der Verarbeitung der Taschen etwas abgewandelt. (Wer den Schnitt auch nähen möchte und Hinweise braucht, kann sich gerne melden).
 
 
Der Palmenstoff gefällt mir so gut. Er ist aus Baumwolle und etwas dehnbar, die Hose deshalb sehr bequem.
 
Dieses Outfit habe ich gestern Abend nach der Arbeit getragen. Der Dress-Code bei der Arbeit erlaubt es nicht so viel Haut zu zeigen :-).

Jetzt freue ich mich sehr, mich durch beim heutigen MMM eure sommerlichen Outfits zu klicken.
 
Eure Anni