MMM:Working-Girl-Bluse

30 September 2015

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Im Rahmen des Working Girl Sew Along ist diese Sophie von Schnittchen entstanden. An dem Baumwollsatin mit Zebradruck bin ich einfach nicht vorbeigekommen. Noch dazu fügte er sich ausgezeichnet in mein Herbstliches Farbkonzept ein.


Ich habe Größe 36 genäht. Die Ärmel wurden einige Zentimeter verlängert, da ich es in der kalten Jahreszeit etwas bedeckter mag.

Die Bluse ist schon jetzt ein heißgeliebtes Teil meiner Herbstgarderobe. Allein letzte Woche habe ich sie schon an drei Tagen getragen. Der Stoff ist toll, knittert kaum und trägt sich ganz angenehm. Ich habe ihn für 15/ Meter in einem örtlichen Stoffgeschäft erstanden.

An Sophie gefällt mir vor allem der abgerundete Saum, der mit einem Beleg versehen wird und dadurch einen ganz sauberen Abschluss bildet. Etwas skeptisch war ich bezüglich der weiten Ärmel die zum Bündchen hin eingekräuselt werden. Inzwischen mag ich sie sehr, denn sie geben der Bluse einen verspielten Touch.

Im Rahmen des Sew Along hatte ich für mich definiert, dass ich mich am "French Style" orientieren möchte: "Ich möchte modisch gekleidet sein, ohne dabei angestrengt zu wirken und einem bestimmten Stil perfekt zu entsprechen. [...] Ich möchte schick, aber dennoch unangestrengt und lässig wirken. Ich möchte authentisch sein, mein Stil soll mich repräsentieren: entspannt, aber dennoch mit dem gewissen Etwas. Das wichtigste Ziel dahinter ist, dass ich mich wohlfühle.".

Dieses Outfit entspricht meinen Vorstellung schon recht gut. Wunderbar ergänzt werden die Jeans und Bluse durch meine neuen Schuhe. Es ist nicht einfach einen schicken aber flachen Schuh zu finden. Hier wurden Glattleder und Nubukleder zu einem Animallook kombiniert.

Auch heute dürfen wir wieder einen fantastischen Herbsttag genießen, der zusätzlich durch den MMM bereichert wird.

Eure Anni

MMM: Popover Poncho

23 September 2015

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Ich freu mich so, es heute nach längerer Pause mal wieder zum MMM zu schaffen. Dann kann ich euch auch noch ein Teil zeigen, dass ich unter der Nähmaschine vorgezogen habe, übergeworfen habe und nicht mehr ausziehen wollte. Das war einer dieser Momente, an denen ich begeistert war von meinem Hobby Nähen, da ich mir in kurzer Zeit ein tolles Kleidungsstück erschaffen hatte, dass genau meinen Wünschen entsprach. Kennt ihr diese tollen Momente?
 
 
Genäht habe ich den Popover Poncho von April Rhodes in Größe S/M aus einem wunderbar weichen Wollstoff (schade, dass ihr den Stoff nicht fühlen könnt). Den Stoff habe ich aus dem Resteregal eines örtlichen Stoffgeschäftes gezogen. Ich glaube ich habe für das Stück 12 Euro bezahlt. Für die Qualität ein Hammerpreis.
 
Der Poncho ist sehr einfach zu nähen. Aufgrund der Streifen habe ich mir beim Zuschnitt besondere Mühe gegeben. Es hat sich gelohnt, die Streifen treffen an den Seitennähten exakt aufeinander.
 
Der Originalschnitt hat einen großen lockeren Rollkragen. Auf diesen habe ich bewusst verzichtet. Er würde zwar schön wärmen, aber beim Überwerfen, würden meine Haare anschließend zu allen Seiten abstehen, als Zopfträgerin sehr unpraktisch. Also habe ich einen Belegt gebastelt. Den Beleg habe ich an der unteren Kante festgesteppt, so dass nichts nach oben klappen kann.
 
Aus meiner Sicht ist der Poncho grenzwertig kurz, davon hatte ich bereits gelesen und habe deshalb 2 cm dazugegeben. Mehr war aus Mangel an Stoff nicht möglich. Eigentlich wollte ich den Saum nach innen umschlagen und absteppen. Um auf keinen Zentimeter verzichten zu müssen, habe ich mich dann dagegen entschieden und den Saum "nur" mit der Overlock versäubert.
Vorteil der Länge ist, dass man sich in seiner Bewegungsfreiheit überhaupt nicht eingeschränkt fühlt.
Jetzt nochmal mit ausgebreiteten Armen, damit ihre eine Vorstellung von dem Schnitt habt ...
 
Der Poncho ist hinten etwas länger als vorn, was eine schöne Silhouette macht. Unter dem Poncho trage ich einen selbst genähten Sweater den, ich hier schon mal gezeigt hatte. Beide Pullis sind ideale Kombipartner, um sie unter dem Poncho zu tragen. ... dazu Skinny Jeans und Stiefeletten und fertig ist mein heutiges Herbstoutfit.
 
Auf dem MMM-Blog begrüßt uns heute Karin von dreikah in einem herbstlichen Wickelkleid.
 
Einen schönen Mittwoch wünscht euch
 
Anni

Winterjacken-Sew-Along: Inspiration und Schnitte

21 September 2015

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Da ich bereits am Working Girl Sew Along teilnehme, habe ich lange überlegt, ob ich mich zusätzlich an diesem Sew Along beteilige. Da ich aber dringend eine neue Winterjacke gebrauchen könnte, möchte ich es probieren. Wahrscheinlich werden sich meine Nähaktivitäten vor allem auf den November konzentrieren.
 
Inspirationsquelle für meine neue Winterjacke ist dieses Bild, welches aus einer Werbezeitschrift eines örtlichen Modehauses abfotografiert ist. Mir gefällt der einfache und geradlinige Schnitt, die Reißverschlusstaschen und die Bündchen an Ärmeln und Kragen.
 
 
Ich habe alle möglichen Schnittmusterhersteller nach einem passenden Schnitt durchsucht, überraschenderweise war es gar nicht so einfach. Falls ihr noch Ideen habt, bin ich sehr dankbar für Hinweise. Fündig bin ich bei Stylarc geworden.
Da wäre zum ersten der Jacqui-Coat. Ein Schnitt, der viele Elemte meiner Inspirationsquelle enthält: Reissverschluss, Bündchen, einfache Schnittführung.
 
Stylearc

Ein etwas raffinierter Schnitt ist für mich der Grace-Coat. Die Taschenklappen würde ich durch Reißverschlüsse ersetzen, die Knopfleiste auch.

Stylearc
 
 Die Pläne der anderen Damen findet ihr hier.

Eure Anni
 
 
 

Working Girl Sew Along: Projektplanung

16 September 2015

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Wie die Zeit vergeht, nun sind wir schon beim zweiten Treffen des Working Girl Sew Along, den Alex von Mama macht Sachen organisiert.
 
Heute möchte ich festlegen, welche Kleidungsstücke es genau werden sollen,  welchen Schnitte und Stoffe ich verwenden möchte.  Natürlich wird sich dann die Frage stellen, ob meine Pläne realistisch in der Zeit machbar sind? Alex hat auch einen konkreten Zeitplan gemacht, sehr sinnvoll, wie ich finde. Ob, auch so konkret werde, mal schauen ...
 
Zunächst einmal möchte ich das Farbkonzept für meine Herbstgarderobe vorstellen. Ich habe vor mit Weiß, Schwarz, Grautönen und ein wenig Dunkelblau zu arbeiten. Elke von Ellepuls brachte mich dann letzte Woche darauf, doch etwas mehr Farbe in meine Herbstmode einfließen zu lassen, so dass ich jetzt auch über kräftige Rosetöne und Bordeauxe nachdenke (Danke Elke!!!).
 
 
 

Ponchos

Ich möchte mir zwei Ponchos nähen. Für den einen möchte ich in jedem Fall den Schnitt Popover Poncho von April Rhodes verwenden. Das zweite Modell möchte ich recht einfach aus zwei quadratischen Stoffstücken mit Halsausschnitt, den ich mir selbst konstruiere, nähen. Hier mein kleines Inspirationsbord mit Bildern aus Zeitschriften, die ich mir zusammengestellt habe.
Stoffe für die Ponchos liegen schon bereits: ein schwarz-weißer Stoff mit übergroßem Pepitamuster und ein blau-grau gestreifter Wollstoff.
 

Oberteile

Aktuell nähe ich gerade an einer Sophie von Schnittchen, an dem Zebrastoff (unten rechts im Bild) konnte ich einfach nicht vorbeigehen. Schaut euch mal diese Version aus dem Stoff von Atelier Brunette an. Zufällig liegt ein ähnlicher Stoff bei mir im Fundus.
 
Als weiteres Oberteil soll ein Sloane Sweater nach dem neuen Schnitt von Named Clothing entstehen (Bild Mitte). Dafür habe ich einen schwarzen Sweat mit Prägeoptik vorgesehen. Habt ihr schon die neue Herbstkollektion von Named Clothing "New Black" gesehen? Sie gefällt mir wieder ausgesprochen gut.
Ein weiteres Oberteil möchte ich mir aus dem rotbraunen Romanit nähen (im Bild rechts). Der Stoff hat einen Lurexanteil und glitzert sanft, das wird im Foto nicht deutlich. Als Schnitte ziehe ich den Kurzarmpullover "Classic or Modern" aus der aktuellen Ottobre Woman oder den Schnitt Frau Aiko von Schnittreif in Betracht. Diese Version von Prülla gefällt mir ausgesprochen gut.
 

Hose

In die weite Hose aus xsd ersten deutschen Ausgabe der La Maison Victor habe ich mich verguckt. Ich könnte sie mir gut in dem gleichen Ton wie auf dem Bild in der Zeitschrift vorstellen. Welche Art von Stoff würdet ihr für eine solche Hose empfehlen?
 

Kleider

Von dem rotbraunen Romanit habe ich 2,50 Meter gekauft, da ich mir daraus auch noch ein Kleid nähen möchte. Auch habe ich vor kurzem einen Stoff in Creme mit schwarzen Tupfen erstanden, der ebenfalls ein Kleid werden soll.
 
Für bestimmte Schnitte konnte ich mich noch nicht festlegen. In Betracht gezogen habe ich das Old Scholl Teacher aus der Ottobre Woman 05/2011, das Etuikleid aus der Burda Style 09/2015, das Shiftkleid "Paisley Print" aus der Ottobre Woman 05/2015 und das Kleid "Lora" aus der La Maison Victor Ausgabe 5/ 2015.
 

Zeitplanung

Insgesamt habe ich 7 Teile geplant, das klingt erstmal viel. Viele Teile sind jedoch relativ wenig zeitaufwändig (die beiden Poncho und die Oberteile), so dass ich es für realistisch halte, alle Teile zu bewältigen. Die größte Herausforderung stellt für mich die Hose dar, für die ich auch noch keinen passenden Stoff habe. Einen differenzierten Plan (z.B. nach Kalenderwochen) möchte ich nicht machen. Ich habe ganz unterschiedliche Zeitkontingente zum Nähen, die vorab auch nicht immer planbar sind. Am Wochenende habe ich z.B. Bereitschaftsdienst, je nachdem wie viel los ist, komme ich gar nicht zum nähen oder kann den ganzen Tag an der Nähmaschine sitzen. Während der Annäherung Süd Mitte Oktober möchte ich mich an die Hose wagen.

Eure Anni

Working Girl Sew Along: Zieldefinition

06 September 2015

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Nach langer Sommerpause melde ich mich nun endlich zurück. In den letzten Tagen habe ich in Zeitschriften geblättert, in Stoffläden Ausschau nach neuen Schätzen gehalten und bin gedanklich in meine diesjährige Herbst-Winter-Mode eingetaucht. Passend zu meinen Plänen startet heute der
 
WORKING GIRL SEW ALONG
 
Zunächst möchte ich die Fragen beantworten, die Alex von Mama macht Sachen zum heutigen Treffen aufgeworfen hat. Diese Auseinandersetzung hilf mir meist sehr, letztlich die richtigen Teile zu planen und dann auch zu nähen.
 
Welche Kleidungsstücke braucht Ihr für Euren beruflichen Alltag? Gibt es ganz praktische Beschränkungen, die Ihr bedenken müßt? Gibt es Kleidervorschriften, die Ihr zu beherzigen habt?
Zum Glück darf ich in meinem Job prinzipiell alles tragen, was mir beliebt. Einzige Einschränkung ist, dass Frau nicht zu sehr seine weiblichen Reize betonen sollte. Ungeschriebene Regel ist, dass die Schultern bedeckt sein sollten und die Röcke Knielänge haben sollte. Ein mittlerer Absatz bei den Schuhen ist auch noch o.k., auf High-Heels sollte man allerdings verzichten (die wären mir eh viel zu unbequem ;-) ).
 
Welche Wirkung möchtet Ihr mit Euren Kleidungsstücken erzielen? Auf andere? Und auf Euch?
Ich arbeite im sozialen Bereich - als Ärztin in einer psychiatrischen Ambulanz. Ich habe mir lange überlegt, ob ich meinen Beruf hier preisgebe. Aber unser Motto heißt "Working Girl". Um also eine richtige Vorstellung von meinem Stil im beruflichen Umfeld zu bekommen, ist es sicherlich hilfreich, wenn ihr wisst, was ich mache. Der Vorteil der Psychiatrie ist, dass man keinen weißen Kittel trägt. Man geht davon aus, dass dies eine Distanz zum Patienten schafft, die in unserem Bereich explizit nicht gewünscht ist.

Die soziale Berufswelt ist kein Mekka modisch ambitionierter Menschen, eher im Gegenteil. Vielen scheint recht gleichgültig, was sie tragen und damit über sich ausdrücken. Ich persönlich finde dies  sehr schade. Dann findet man noch die Fraktion, die bewusst ein bestimmtes lässiges Statement setzt und Funktionskleidung (Sport- und Outdorklamotten) trägt. Auch nicht so spannend.

Wie würde ich nun meinen Stil definieren, den ich mir für mich in meinem beruflichen Umfeld wünsche. Vor Kurzem habe ich auf dem Blog Die Modeflüsterin einen Post über den "French Style" gelesen, in dem ich mich gut wiedergefunden habe. Ich möchte modisch gekleidet sein, ohne dabei angestrengt zu wirken und einem bestimmten Stil perfekt zu entsprechen. Aus der aktuellen Mode möchte ich mir die Elemente herausgreifen, die mir wirklich gefallen, um sie dann auf meine eigene Weise zu kombinieren. Ich möchte schick, aber dennoch unangestrengt und lässig wirken. Ich möchte authentisch sein, mein Stil soll mich repräsentieren: entspannt, aber dennoch mit dem gewissen Etwas. Das wichtigste Ziel dahinter ist, dass ich mich wohlfühle. Aber ich möchte auch ein Statement setzen, und für mehr modische Raffinesse im sozialen beruflichen Umfeld werben. Das funktioniert sehr gut, wenn man seine Kleidung zumindest zum Teil selbst herstellt.
 

Wo hakt es zur Zeit?
Seit etwa einem Jahr fühle ich mich sehr wohl mit meinem Kleidungsstil. Eine entscheidende Wendung hat die Beschäftigung mit dem Prinzip des Capsule Wardrobe gebracht. Ja, ja, davon hatte ich schon häufig berichtet, aber ich kann das nicht oft genug betonen. Auch an dieser Stelle möchte ich nochmal auf den Blog Into Mind und die Serie Wardrobe Architect auf dem Blog Coletterie verweisen.

Ziel wäre es aber, dass noch mehr selbstgenähte Stücke Einzug in meinen Capsule Wardrobe halten, momentan überwiegt hier noch deutlich der Kaufanteil.
 
Was habt Ihr schon an Business Kleidung, was den Grundstock bilden kann, den Ihr nur erweitern braucht?
Basis meiner neuen Business-Garderobe zollen einige Kleidungsstücke bilden, die ich im SSV geshoppt habe. Daneben werden natürlich auch einige altbewährte Teile aus meinem Schwank in den saisonalen Capsule Wardrobe Einzug halten.


Neu erstanden habe ich die schwarz- blaue schmal geschnittene Jeans (Bild links). Der Schal in Übergröße im aktuellen Poncho-Stil hat mir so gut gefallen, dass er mit in die Einkaufstüte musste. Die Hose im legeren Jogger-Style (Bild Mitte) ist aus einem dünnen Stoff und fällt sehr schön. Hier habe ich sie mit einem Strickpulli aus meinem Bestand kombiniert. Mein absolutes Highlight ist aber der schwarz-weiße Rock von Drykorn. Er war um sagenhafte 80% reduziert, passt wie angegossen und fügt sich gut in mein herbstliches Farbthema ein, dass dieses Jahr von schwarz, weiß und grau dominiert wird.

Meine Zieldefinition:
Ich möchte mir Oberteile zu den erstandenen Unterteilen nähen. Sehr intensiv beschäftige ich mich gerade  mit dem Thema Poncho. 1-2 Kleider sollen entstehen und vielleicht auch noch eine Hose mit weitem Bein. Einige Schnitte und Stoffe habe ich schon herausgesucht, nähere Details werde ich dann nächste Woche erörtern.

Wichtig ist mir auch die Qualität der Teile - hochwertige Stoffe und Verarbeitung, denn das ist auch ein Grundsatz des French Style. Das ist sicher eine der persönlichen Grenzen, an die ich stoßen könnte ....

Eure Anni