WKSA: Schnittmuster und Stoffe

24 November 2015

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Ich möchte ein Kleid und eine Hose nähen. Als Schnitt für das Kleid habe ich mich für das Old School Teacher aus einer älteren Ottobre entschieden. Ich kann es nach den Feiertagen auch im Alltag und Job viel tragen.
Für die Hose werde ich den Schnitt "Gilbert" von La Republique du Chiffon verwenden. In den letzten Tagen habe ich bereits geklebt, kopiert und ausgeschnitten. Beide Schnittmuster liegen nun bereit.
Ich werde in jedem Fall Probeversionen nähen, denn die ausgewählten Wollstoffe sind zu schade, als dass daraus ein Teil für die Tonne wird. Ich habe noch nicht abschließend entschieden, welcher Stoff für welches Projekt verwendet wird. Evtl. werde ich für die Hose auch noch einen grauen Fischgrät kaufen, der mir im Stoffladen ins Auge gefallen war. Die ersten drei Stoffe in Grautönen sind dünne Wollgemische. Der schwarz-weiß-gemusterte ist aus Viskose und ideal für ein Kleid. Der Stoff ganz rechts ist eine wunderschöne weich fallende Viskose von Atelier Brunette. Falls noch genügend Zeit bleibt, möchte ich mir daraus eine Bluse nähen.

Falls sich die Gilbert Trousers als Flop herausstellen sollte möchte ich alternativ eine Wollhose im "Joggerstyle" nähen. Letzte Woche hat Andrea von Natürlich Kreativ eine tolle Version gezeigt, die in mir das Gefühl "Will ich haben" ausgelöst hat. Dafür habe ich einen Schnitt aus der Fashion Style 02/2015 ins Auge gefasst.

Hier sind die Schnittmuster- und Stoffauswahl der anderen Teilnehmerinnen zu finden.

Eure Anni

Winter-Jacken-Sew-Along: Frustphase

16 November 2015

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Ich komme weniger schnell voran als gedacht, und nach dem Einsetzen des ersten Ärmels wurde deutlich, dass einige Änderungen notwendig werden. Das bedeutet ich muss auftrennen. In solchen Nähphasen drohe ich die Geduld zu verlieren und das Teil gefrustet in die Ecke zu werfen. Aber so geht es sicher vielen Näherinnen (Sandra hatte vor Kurzem ausführlich über ihre Erfahrungen mit solchen Situationen berichtet).


Da es sich um ein Oversize-Model handelt, darf der Mantel insgesamt etwas weiter und lockerer sitzen, aber die Ärmel sind mir definitiv zu weit. Evtl nehme ich auch in der Seitennaht von Vorder- und Rückenteil noch 1-2 cm raus. Etwas zu lang sind die Ärmel auch. Unsicher bin ich auch, ob ich die Ärmelaufschläge so haben möchte, sie sind bislang nur provisorisch angeheftet. Auch eine Lösung mit Bündchen würde mir nach wie vor gefallen. Melanie von 500 Days of Sewing hat mir einen farblich passenden Bündchenstoff zukommen lassen. Vielen Dank dafür!
 
In der Rückenansicht sieht man schön die abgesteppten Nähte. Viel Zeit haben mich auch die Reißverschlusstaschen gekostet, nachdem ich den ersten Taschenbeutel fasch herum eingesetzt hatte. Aber sie gefallen mir gut und ich bin mit meinem Nähergebnis sehr zufrieden.
 

 
Trotz Frust mit dem Zwischenergebnis  hatte ich gestern einen wunderbaren Tag beim "Nähkränzchen" im Breisgau bei der lieben Melanie.
 
Ich brauche jetzt zwischenrein erst mal ein Nähprojekt, dass einen schnellen Erfolg verspricht. Ich hoffe sehr, dass ich bis zum Finale einen tragbaren Wintermantel präsentieren kann. Nun aber erstmal zum aktuellen Treffen des WJSA.
 
Eure Anni

WKSA 2015: Rückblick und Inspirationen

14 November 2015

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Heute eröffnet Nina von Kleidermanie den Weihnachtskleid-Sew-Along 2015 auf dem MMM-Blog. Beim Lesen ihres Beitrages kamen mir neue Ideen: vielleicht sollte ich doch kein Kleid nähen, sondern eine schicke Hose mit Bluse oder gar einen Jumpsuit. Aber schauen wir zunächst zurück auf die letzten Jahre ...
 
Auffällig ist, dass ich an den ursprünglich ausgewählten Modellen immer gescheitert bin und kurzfristig ein alternatives Schnittmuster auswählen musste.
2014 wollte ich den Schnitt Dahlia von Colettepatterns nähen. Ich bin Gott sei Dank nicht die Einzige, die an diesem Schnitt verzweifelt ist. Letztlich habe ich dann das "Burda-Schwanenkleid" aus einem Pepita-Stoff genäht. Letztes Jahr habe ich das Kleid einige Male getragen, aber ein wirkliches Liebligsstück ist es nicht geworden.
 
2013 ist ein blau-weiß gepunktetes Kleid nach einem Simplicity-Schnitt entstanden (Finalpost hier). Nachdem ich mich im letzten Jahr viel mit dem Thema Capsule Wardrobe auseinandergesetzt habe, weiß ich, dass dieses Kleid nicht zu mir passt. Deshalb wurde es auch nur an den Weihnachtsfeiertagen getragen, danach nie wieder. Wenn ich die alten Fotos so betrachte, finde ich es aber dennoch sehr hübsch :-).
 
So, nun zu den Ideen für dieses Jahr.  Mein ursprünglicher Plan war es tatsächlich wieder ein Kleid zu nähen. Sehr gut gefällt mir der Schnitt 109 aus der Burda 09/2015. Mehrere Damen haben schon schöne Versionen daraus genäht, zuletzt habe ich beim MMM dieses tolle Kleid bei Rita (Blog Pepita) gesehen.
 
Auch das "Old School Teacher" aus einer älteren Ottobre kommt in die engere Wahl.
 
Wichtig ist mir, dass ich die Kleider im Alltag auch nach den Feiertagen häufig tragen werde. Gestern habe ich das Vanessa Dress von Republique du Chiffon käuflich erworben, auch dieser schlichte Schnitt könnte mit einem tollen Stoff sehr wirkungsvoll sein.

Alternativ zum Kleid würde mir auch eine schicke Hose aus einem Wollstoff mit einer weich fließenden Bluse gut gefallen. Für die Hose gefällt mir der Schnitt "Gilbert" von Republique du Chiffon. Eigentlich sind Bundfaltenhosen nicht mein Fall, hier sind die Falten aber recht tief abgenäht, das könnte gehen. Einen passenden Blusenschnitt zu finden, dürfte nicht so schwierig sein. Auch einen schwarzen Jumpsuit könnte ich mir für die Feiertage gut vorstellen. Einen Schnitt, der so gänzlich meinen Vorstellungen entspricht, habe ich noch nicht gefunden. Hierfür müsste ich mir ggf. einen Schnitt aus einem passenden Oberteil und passender Hose zusammenstückeln.

So, nun freue ich mich darauf, in euren Beiträgen zu stöbern.

Eure Anni

 

MMM: Shiftkleid

04 November 2015

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Ich gebe zu, ich habe bei meinem heutigen Outfit etwas gemogelt, denn das Jeansteil ist nicht selbst genäht. Dafür aber das Kleid drunter.

Im Rahmen des Working-Girl-Sew-Along habe ich mir ein schlichtes Shiftkleid nach dem Schnitt Onion 2001 genäht. Ein schönes Basicteil, dass ich heute mottoangepasst, mit einer Jeansbluse kombiniert habe. (Hier mein Überblick, welche Teile im Rahmen des Sew-Along entstanden sind)
 
Um das Kleid vielseitig bei nahezu allen Wetterlagen einsetzen zu können, habe ich mich für kurze Ärmel entschieden.

Genäht in Größe XS, sitzt es am Rumpf und vor allem in der Oberweite sehr gut. Leider ist es in den Schultern etwas knapp und die Ärmel werfen deshalb Falten :-(.  Da ich einen weichen Romanit verwendet habe, ist es aber dennoch bequem. Ich werde den Schnitt ändern und eine weitere Version nähen, denn das Kleid hat das Zeug zum Lieblingsteil.

Im Rücken findet sich ein nahtverdeckter Reißverschluss und der Halssaum wird mit einem Beleg versäubert

Jetzt bin ich gespannt auf die vielen selbstgenähten Jeansteile beim heutigen MMM. Ich habe einen dünnen Jeansstoff in meinem Fundus, den ich mir gut für eine Bluse oder ein Kleid vorstellen könnte. Ich hoffe heute Ideen und Inspirationen zu finden, was ich aus dem Stöffchen nähen könnte.

Eure Anni

Working Girl Sew Along: Finale

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Ich habe etwas länger überlegt, was ich zum Finale des Working-Girl-Sew-Along zeigen und schreiben möchte. Auch wenn sich einige Bilder wiederholen, habe ich mich entschlossen, nochmal alle fertigen Teile zu zeigen. Das gibt einen guten Gesamtüberblick, da doch nicht mehr jeder die einzelnen Zwischenschritte erinnern kann. Ich habe viele Basisteile genäht, so dass ich 6 Teile geschafft habe. 
 
1) Meine neueste "Kreation" ist dieses schlichte Shift-Kleid nach dem Schnitt Onion 2001. Es passt von der Oberweite und Rumpf sehr gut, aber an der Schultern ist es etwas knapp. Mit einer Änderung der Schulterweite könnte dieser Schnitt noch häufiger zum Einsatz kommen. Aber dennoch das Kleid ist aus weichem Romanit und deshalb bequem und durchaus tragbar.

2) Aus dem gleichen Stoff ist ein Oversize-Shirt nach dem Schnitt Frau Aiko von Fritzi und Schnittreif entstanden.

3 + 4) Während der Annäherung Süd habe ich mir eine Culotte genäht, zu der auch gut der Sloane-Sweater passt.
Culotte kombinierte mit Sloane Sweater
5) Heiß geliebt wird meine Zebra-Bluse nach dem Schnitt Sophie von Schnittchen.

6) Der Poncho (Schnitt Popover-Poncho von April Rhodes) wird gerade ganz häufig getragen. Inzwischen trage ich eine blaue Lederjacke drunter, so bleibt es auch bei dem kühleren Wetter schön warm und winddicht.

Mein persönliches Fazit zu diesem Sew Along:
Ein solcher Sew Along gibt mir eine Struktur vor, die mir hilft, Teile zu nähen, die sich gut in meine vorhandene Kaufgarderobe einfügen, Lücken schließen und häufig getragen werden. Ich werde deshalb zukünftig versuchen, mir für meine Projekte einen entsprechenden Plan zu machen, der mehrere Monate umfasst. Meine Erkenntnis: Ich bin eindeutig eine Planerin und eher keine Spontannäherin.
 
Es haben sich in meiner Arbeitsgarderobe während des Sew Along Lücken aufgetan, die mir bislang nicht bewusst waren. Ich hatte vor drei Wochen einen Termin, für dass mir das passende elegantere Kleidungsstück fehlte. (Schade, dass ich da die Culotte noch nicht fertig hatte!) Daraus ergaben sich neue Pläne: ich benötige 1-2 Kleider aus einem feineren Stoff - nicht Jersey. Unbedingt sollte auch ein neuer Blazer Einzug in meinen Kleiderschrank halten. Ich schaue gerade fleißig einen Craftsykurs zum Thema Blazernähen und werde mich dem Projekt noch in diesem Jahr stellen.
 
Ich werde das Motto "Working Girl" für den Rest des Jahres beibehalten und möchte noch folgende Teile nähen:
  1. einen Mantel (der ist schon in Arbeit)
  2. einen Blazer
  3. ein Kleid aus einem Wollstoff
  4. einen weiteren Poncho (ein schnelles Projekt für Zeiten mit Nähfrust :-)
Ganz herzlich möchte ich Alex von Mamamachtsachen für die Organisation dieses Sew Along danken. Was täten wir in der Nähcommunity ohne so ambitionierte Damen, die die Dinge in die Hand nehmen und immer wieder solche Projekte ins Leben rufen.
 
Eure Anni
 

Winterjacken Sew Along: Erster und zweiter Zwischenstand

02 November 2015

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Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, da ich die letzten beiden Termine ausfallen lassen musste. Beim ersten Termin gab es einfach noch nichts zu berichten, da der Schnitt aus Australien noch nicht da war. Der zweite Termin fand zeitgleich mit der Annäherung Süd statt und die Linksammlung war schon geschlossen, bevor ich überhaupt zum Schreiben meines Posts kam.
 
1. Der Schnitt:
Ich habe mich für den Schnitt Grace Trans-Seasonal Coat von StyleArc entschieden.
 
Während der Mantel auf dem Weg zu mir war, habe ich Angst bekommen, das die leichte Egg-Shape-Form viel zu weit für mich ist. Also bin ich in ein örtliches Modehaus marschiert und habe einen Mantel in ähnlicher Form anprobiert.  Was soll ich sagen, ich fand den Look ziemlich cool. Mal etwas anderes als die klassische Mantelform, die ich bislang immer getragen habe.
 
2. Der Stoff:
Die zweite Hürde stellte der Stoffkauf dar. Ich hatte mir einen hellgrauen Wollstoff vorgestellt, wie bei meinem "Inspirationsmantel".
Inspiration
Schließlich wollte ich ja auch gerne Armbündchen und Reißverschlüsse verwenden - wie auf dem Bild. Mantelstoff in hellgrau gab es nicht. Vorzugsweise fand ich dunkle Stoffe (schwarz, anthrazit, dunkelblau, braun). Am besten gefallen hat mir von den vorhandenen Stoffen ein roséfarbener Fischgrät. Da musste ich erst mal ein Wochenende drüber schlafen, habe ihn dann aber gekauft. Zu diesem Stoff passende Bündchenware Ton in Ton zu bekommen in einer Qualität, die einem Mantel gerecht wird, scheint utopisch. Es fällt mir sogar schwer, Reißverschlüsse zu finden, die mir zu dem Farbton gefallen - vielleicht in einem Bordeaux- oder Aubergine-Ton? Oder in einem Grau? Auch braun würde zu rosa passen, ist aber so gar nicht meine Farbe.

Als Futter möchte ich evtl ein Steppfutter verwenden, das ich noch in meinem Fundus habe. Es ist in einem Schilfgrün. Auch dies entspricht nicht ganz meiner farblichen Idealvorstellung, aber ich könnte mich damit arrangieren.

3. Erste Probe
Den Oberstoff habe ich zugeschnitten und Vorder- und Rückenteile zusammengesteckt, um eine erste Anprobe machen zu können. Ich bin ganz angetan. Die Schultern sind leicht überschnitten, so wie es sein soll. Auch die Weite hält sich in angemessenen Grenzen. Ich drohe nicht in meinem Mantel zu versinken.


4. Die nächsten Schritte
Ich habe mir vorgenommen, meine Nähfertigkeiten zu verbessern, weshalb ich gerade fleißig Craftsy-Kurse schaue. Ich habe mir unter anderem einen Kurs zum Thema "Lining" und "Facing" gegönnt. Ich werde nun zunächst entscheiden welche Schnitteile bzw. Nähte ich mit welchem Material verstärken werde. Da der Fischgrät recht locker gewebt ist, halte ich dies für einen wichtigen Schritt, um Lebensdauer und Aussehen meines fertigen Mantels zu verbessern.

Die Taschen möchte ich auf jeden Fall mit Reißverschlüssen - wie bei meinem Inspirationsmantel - anfertigen.

... und dann habe ich bei anderen Teilnehmerinnen des Sew-Alongs nette Details entdeckt, die ich mir auch gut vorstellen könnte. Zum Beispiel diese Innentasche.

Eure Anni