Gedanken und Pläne

29 Mai 2016

in
Nach längerer Pause starte ich heute wieder durch. Mein Vorsatz der letzten Woche lautete, ab dem 01. Juni 2016 wieder aktiv ins Blogleben zurückzukehren. Eine berufliche Veränderung hat zu einer Blog- und Nähpause geführt, wobei die Blogpause länger angehalten hat als die Auszeit vom Nähen. Ein paar schöne Stücke sind in den letzten Wochen entstanden, über die ich noch ausführlicher berichten werde.
 
 
Über die letzten Wochen habe ich mir viele Gedanken zum Thema Bloggen gemacht. Verschiedene Ideen haben mich umgetrieben: den Blog ganz aufgeben, einen neuen Blog starten, auf die weniger zeitintensive Variante Instagram wechseln ... . Letztlich habe ich mich entschlossen, diesen Blog fortzuführen.
 
Einige von euch werden gemerkt haben, dass sich das "Outfit" meines Blogs geändert hat. So ein kleiner Neuanfang soll auch äußerlich sichtbar sein. Entdeckt habe ich das Blogdesign bei Antje von Machen statt Kaufen. Der cleane Look des Blogger-Theme hat mich sofort überzeugt. Eigentlich hatte ich vor zu Wordpress zu wechseln, diesen Plan habe ich inzwischen aufgegeben, kann man doch inzwischen für Blogger auch tolle Designs erhalten. Ich bin noch nicht fertig, mit den äußeren Veränderungen des Blogs, auch der Blogroll ist noch nicht fertig ergänzt.
 
 
 
Wie schon angedeutet habe ich mir viele Gedanken über das Bloggen gemacht und möchte deshalb heute zu einigen speziellen Fragen meine Gedanken niederschrieben.
 

1) Wie viel Druck und Stress entsteht durch das Bloggen?

 
Bei mir kam in der Vergangenheit relativ häufig Druck auf. Dieser war insbesondere dadurch bedingt, dass vernünftige Fotos meiner Nähprojekte zu einem bestimmten Stichtag (vorzugsweise Mittwoch - MMM) gemacht sein sollten. Oder das Treffen eines Sew Along stand an. Wenn ich dann einen Post veröffentlicht hatte und mich über liebe Kommentare freuen durfte, sah ich mich unter dem Druck, auch selbst bei meinen Mitstreiterinnen zu lesen und zu kommentieren - und dies möglichst zeitnah. Bei meinen derzeitigen Arbeitszeiten ist dies manchmal schwierig. Also lieber gar nicht bloggen? Das kann doch nicht die Lösung sein. Womit wir beim nächsten Thema sind, über das ich immer wieder nachdenke ...
 

2) Wie sehr dient der Blog meiner Selbstbestätigung?

 
Anders formuliert könnte man die Frage auch so formulieren: Wie sehr pflege ich mit dem Blog meine narzistische Seite.  Justine geht in diesem Post recht strickt mit sich und der Bloggerwelt ins Gericht. Zugegeben - auch ich schaute ich am Anfang meiner Blogkarriere sehr danach, wie viele Kommentare ich erhalten habe und wie viele neue Follower sich meinem Blog angeschlossen hatten. Es macht schließlich nur Sinn einen Blog zu schreiben, wenn den Inhalt auch irgendjemanden interessiert. ... und ganz klar, es tut gut, positive Rückmeldungen zu bekommen. Für narzistisch im negativen Sinne halte ich dies jedoch nicht. Und viele mir persönlich bekannte bloggende Näherinnen sind weit davon entfernt, übermäßig selbstbezogen und selbstverliebt zu sein.
 

3) Ist der Blog ein unnützer Zeitfresser?

 
Ein Blog frisst sehr viel Zeit: das Verfassen der Posts, das Anfertigen der Fotos, das Kommentieren. Das ist auch sicherlich der Hauptgrund, der mich ans Aufhören hat denken lassen. Ist Instagram eine Alternative - ich weiß es nicht. Da ich es liebe, Posts über die Entstehung eines Projektes zu lesen und schöne Fotos vom entstandenen Kleidungsstück anzuschauen, scheint mir der Blog und das lesen von Blogs weiterhin das richtige Medium für mich zu sein.
 

4) Welche positiven Aspekte hatte das Bloggen für mich in der Vergangenheit?

 
Der Blog stellt für mich tatsächlich ein persönliches Nähtagebuch dar, der meine Pläne, meine Fortschritte aber auch meine Nähkatastrophen belegt. ... und ich bin mir sicher, dass es immer ein paar Menschlein da draußen in der Blogwelt gibt, die von meinen Erfahrungen profitieren können oder denen es einfach spaß macht, mich und mein Hobby virtuell zu begleiten.
 
Ich habe einige sehr nette Menschen über das Bloggen kennenlernt. Seit der Annäherung Süd in Würzburg (danke an Alex, die diese tolle Event organisiert), treffe ich mich regelmäßig mit Mel, Isa, Anja und Sabine zu Nähkränzchen. Diese Tage sind immer ganz wunderbar und eine tolle Bereicherung - nicht nur was das Nähen betrifft, sondern auch menschlich.
 

5) Hat sich die Blogger- und Nähwelt verändert?

 
In mehreren Blogs (z.B. hier und auch hier) kann man dazu lesen, dass es mehr nähende Blogger gibt und Schnittmusterdesigner, wie Pilze aus dem Boden schießen. Ja, stimmt, das kann ich bestätigen. Dies hat auch bei mir dazu geführt, dass ich bei einigen Seiten nicht mehr so regelmäßig zu Gast bin, da mich die Masse erschlägt. Stören tut es mich aber eigentlich nicht, denn ich muss diese Blogs ja nicht alle lesen. Bei Schnittmustern entscheide ich selbst, welche ich käuflich erwerbe. Ich folge sowohl Blogs, die aufwändige Schnitte nähen als auch solchen, die vorzugsweise einfache Jerseyshirts und -kleider  herstellen. Ja tatsächlich, ich schaue mir auch noch das 10 Kleid nach dem gleichen Schnitt gerne an, wenn es meinem Stil entspricht. Bei dieser Frage plädiere ich für das Motto: Leben und leben lassen.
 
 

Nun fragt ihr euch sicher, welches Resümee ich aus all diesen Dingen ziehe:

 
Das Wichtigste zuerst: ich werde weiter bloggen. Aber ich möchte mir weniger Druck und Stress machen. Wenn es mal nicht zum MMM reicht, blogge ich halt an einem anderen Tag. Wenn ich es mal nicht schaffe zu kommentieren, was soll´s. Liebe Mädels, deren Blog ich abonniert habe, ihr könnt euch sicher sein, dass ich dennoch aufmerksam bei euch lese. Es gibt nichts schöneres für mich, als bei meinem morgendlichen Kaffee zu schauen, was es in der Blogosphäre neues gibt. 
 
Ich werde auch mal kürzere Posts einstreuen. Ich möchte mehr über meine Nähpläne und meinen persönlichen Kleiderschrank schreiben. Das Thema Capsule Wardrobe begleitet mich nach wie vor und soll wieder mehr Einzug in den Blog halten.

Nun bin ich gespannt, was ihr zu dem Thema denkt.

Eure Anni

Kommentare:

  1. Deine Gedanken macht sich sicherlich fast jede Bloggerin in ähnlicher Weise hin und wieder. Als ich mein Blog startete war ich in einer Anfangseuphorie und hatte häufig, länger und ausführlicher gebloggt. Mit der Zeit hat sich bei mir beruflich einiges verändert und auch das Blog war nicht mehr frisch und neu und der Drang häufig zu bloggen hatte sich zudem reduziert. Ich hatte auch immer mal wieder überlegt, aufzuhören. Ich habe dann allerdings aufgehört, mir Druck zu machen und habe, auch wenn das doof klingt, meine Ansprüche runtergeschraubt.
    Mein Header ist nach wie vor nicht perfekt, ist er aber nun schon seit Jahren - ist halt so. Ich schreibe nun nach Zeit und Laune und das ist o.k. für mich. Anders geht es momentan auch nicht-
    Mit den Kommentaren geht es mir ähnlich, oft habe ich ein schlechtes Gewissen weil ich wenig und kurz kommentiere, aber wie oben, mehr geht halt oft nicht.
    Letztendlich ist ja Blog Hobby und so sehe ich das auch. Genauso auch mit den Näh- und Bloggertreffen, wenn es zeitlich klappt, bin ich gerne dabei, ansonsten dann das nächste Mal.
    Ich finde es schön, dass Du weiter machst, denn ich lese hier gerne.
    Liebe Grüße
    Julia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es klingt ermutigend, wenn du schreibst, dass du es geschafft hast den Druck rauszunehmen, das wünsche ich mir für mich auch. Mal schauen, wie erfolgreich ich damit bin. Auch bei mir geht das damit einher, dass ich meine Ansprüche runterschrauben muss, und das ist ja manchmal gar nicht so einfach :-). Liebe Grüße, Anni

      Löschen
  2. Hallo Anni,
    ich kann es sehr gut alle deine gedanken nachvollziehen. ich selbst hatte damit eh weniger probleme,weil ich es aus überlegung von vorne herein für mich ausgeschlossen habe. z.b. wie die teilnahmen an sewalongs und MMM's. hierfür gab es mehrere gründe:

    -ich wollte mich dem terminstress nicht aussetzen,denn hobby sollte schliesslich spass bereiten und dazu beitragen, dass man sich entspannt. den stress hat man auch im berufsleben genug

    -bei einer MMM oder sewalong liest man selten(das tun eh die wenige) detailiert die inhalte durch. je mehr teilnehmer aufkommen, desto oberflächlicher wird durchgelesen, allein wegen der schierer masse.und das wäre ganz sicher nciht in meinem sinne, denn in meinem sinne ist alles ausführlich zu erklären, was mich auch viel zeit und mühe kostet.die zeit müsste dann der lesender auch haben.

    -von anfang an war mein bewegende gedanke für mein blog,mein wissen und können weiter zu geben.das ist sinn und zweck gewesen und auch geblieben.wenn ich dem ziel treu bleibe, bleibt alles beim alten und ich habe keine zweifel,denn das ziel erfühlle ich.
    ich sehe an kommentaren zu den uralten themen von mir, dass alles irgendwann doch gefunden und gebraucht wird und wieviele anfänger von den erfahrungen und techniken,die ich beschreibe, profitieren.
    ich weiß nicht, ob das alles so wäre,wenn ich nur mich präsentieren würde und nur bei sewalongs mitmachen würde..

    -zu instagramm würde ich nicht wechseln. das ist für mich eine modeerscheinung wie picasa, flickr usw. ich kann nicht ständig wie ein nomade weiterzeiehn,weil jemand die medienmode neu definiert. wenn jemand dahin wechselt, pech für mich.
    ich habe mir klar definiert,was ich mache und mehr stress lasse ich nicht zu. ich muss nicht alles auf der welt folgen und verfolgen, es würde mich sonst zu sehr stressen.

    sowas wie ein blog habe ich auch früher geführt, nämlich ein persönliches thema in einem sehr aktiven russischen nähforum. es ist wie ein blog. man postet die ergebnisse, techniken, prozesse und erklärungen.und es wird immer gelesen, mit fragen bombardiert, unabhängig davon, ob ich jetzt halbes jahr nicht gepostet habe oder 2 mal in der woche gepostet habe..und das ist gut so. meinen blog führe ich genau so.
    diejenige,die auf meine erfahrungen wert legen werden es lesen auch wenn ich nur 1 mal in 3 monate was posten würde...
    qualität statt quantität!

    liebe grüße
    sewing galaxy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ohja, Qualität statt Quantität finde ich auch gut. Übrigens muss ich sewing galaxy beipflichten. Einige Themen findet man eben erst, wenn man sich selber damit beschäftigt

      Löschen
    2. Liebe Sewing Galaxy! ich bewundere deine Stringgenz, mit der du In deinem Blog und deinen Kommentaren deinen Weg gehst. Mir imponiert die Ehrlichkeit, zu denen vielen - auch mir häufig - die Mut fehlt. Aber ich habe mir gerade vorgenommen, zukünftig mehr bei mir und meinem Weg zu bleiben und weniger danach zu schauen, wie das auf andere wirkt oder ob das gerade "angesagt" ist. Oh ja und dem Motto Qualität statt Quantität kann ich mich nur anschließen. Das Thema liebe ich eh, hat doch das Capsule Wardrobe Prinzip viele Verbindungen zum Minimalismus. Liebe Grüße, Anni

      Löschen
    3. Liebe Anni,
      vielen Dank für Kompliment:-) deinen satz mit "Aber bei mir und meinem Weg zu bleiben"den hab ich im zusammenhang mit meinem text nicht ganz vestanden. ich habe meinen weg und meine antistress-taktiken erklärt,wobei auch das ziel rein persönliches ist- es sollte bloss als beispiel dienen nicht als vorschlag, genau so zu tun:-)
      nicht darauf zu schauen,was angesagt ist und was die anderen sagen führt ebenfalls zur sztressfaktorminimierung;-)
      die capsule-garderobe find ich besonders optimal im/für urlaub:-)
      viele russen bringen zu den schneider die capsule-gaderoben-aufträge für urlaub- so spart man jede menge platz im koffer:-)ist suuper praktisch.

      Löschen
  3. Liebe Anni,
    Deine Überlegungen kenne ich nur allzu gut. Ich habe zwar noch nie überlegt das Bloggen sein zu lassen, jedoch hatte ich schon sehr oft ein schlechtes Gefühl wann immer es lange Blogpausen gab.
    Ich bin sehr froh, dass du weiter bloggst. Ich habe zwar vor kurzem auch Instagram für mich entdeckt und es gibt Tage da stöbere ich dort sehr gerne. Vor allem für den MeMadeMay finde ich Instagram toll und ich bin sehr interessiert dort im nächsten Jahr auch teilzunehmen. Aber ein Ersatz für das Bloggen (und Blog lesen) ist dies für mich auf keinen Fall. Ich sehe gerne mehrere Fotos von einem genähten Kleidungsstück und vor allem lese ich sehr gerne die Entstehungsgeschichten und Gedanken der Näherin dazu. Natürlich muss man sich für das Lesen längerer Posts die entsprechende Zeit nehmen, aber tatsächlich lese ich die Blogs der ausführlicheren Blogger viel mehr als derer die nur ein neues Kleidungsstück zeigen und dies dann verlinken. Und am allerschönsten ist es natürlich die Blogs derer zu lesen die man kennt J
    Zeitnah zu kommentieren versuche ich auch immer. Wobei zeitnah bei mir nur bedeutet: Zeitnah, nachdem ich es gelesen habe (nicht nach dem eigentlichen Erscheinen). Denn oft lese ich auf dem Handy, z.B. in der Bahn, aber kommentieren mag ich mit dem Handy nicht so gerne. Wenn ich etwas aber wirklich super toll finde, dann möchte ich auf jeden Fall kommentieren. Auch wenn ich die Seite dafür dann abends auf dem Computer noch mal aufrufen „muss“. Weil ich aus eigener Erfahrung weiß wie schön es ist Kommentare zu bekommen. Natürlich ist das eine tolle Selbstbestätigung. Da ist glaub ich nichts verwerfliches dran, wenn man seine Sachen zeigen möchte und gerne gesagt bekommt, dass sie toll geworden sind, oder wenn man sogar jemanden dazu inspiriert ähnliches zu nähen. Es ist aber auch einfach schön, dass man dadurch erfährt, dass der Blog gelesen wird. Die Klicks der Blogbesucher oder die Anzahl der Follower werte ich persönlich nicht aus. Da sind ja sowieso diejenigen die das beruflich machen ganz weit oben und damit möchte ich mich nicht vergleichen.
    Manchmal freue ich mich übrigens noch mehr über Tipps für eine andere oder einfach bessere Umsetzung oder auch mal einen kritischer Kommentar. Überhaupt das allerschönste ist der Austausch mit anderen (Hobby-)Näherinnen. Mein Näh-Umfeld war vor dem Bloggen doch um einiges schmaler und die ganzen Tipps und die Treffen und den Austausch würde ich nicht mehr missen wollen.
    Den Zeitfresser sehe ich natürlich auch. Gerade bei ausführlichen Blogs mit vielen Fotos. Aber das sehe ich einfach als Teil des ganzen Hobbies. Bei dem 4. MMM in Folge wieder nicht dabei zu sein, ist aber auch etwas an das ich mich erst noch gewöhnen muss. Wenn ich etwas genäht habe, aber dann die Zeit oder das Wetter einfach keinen Blogbeitrag und keine Fotos erlauben, bin ich auch immer kurz enttäuscht.
    Deine Gedanken zum Thema Capsule Wardrobe lese ich sehr gerne und das obwohl ich mich selber kein bisschen damit beschäftige. Und was du einigen (und mir) sowieso voraus hast ist dein toller Stil. Du hast deinen persönlichen Stil gefunden, sowohl die Farben als auch das was du nähst passen hervorragend zu dir. An diesem Punkt bin ich leider noch nicht.
    Dein neues Design schaue ich mir später noch am Computer an. Ich freue mich sehr dass du bleibst und ich lese deine Blogbeiträge sehr sehr gerne.
    Viele Grüße!!
    Mel

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Mel! Zu meinem persönlichen Stil habe ich tatsächlich erst so richtig über das Nähen und die dadurch bedingte Beschäftigung mit Schnitten und Schnittführungen gefunden. Das war auch ein Grund, den Blog nicht aufzugeben, da das Thema Stilfindung, was nähe oder kaufe ich und wie kombiniere ich das, eine echte Berreicherung darstellt. Diese Erfahrungen möchte ich mit anderen teilen und sie möglichst auch motivieren, sich damit zu beschäftigen. Liebe Grüße, Anni

      Löschen
  4. Es ist schon erstaunlich, wie sehr alles der Mode unterworfen ist, nicht nur unsere Kleidung. Ich habe zwar noch nicht darüber nachgedacht, mit dem Bloggen aufzuhören, aber bei mir ist eindeutig der Wurm drin. Auch bei vielen anderen Nähbloggern habe ich das Gefühl, irgendwas ist anders als noch letztes Jahr. Im Gegensatz zu Sewing Galaxy glaube ich, dass das Bloggen genauso eine Modeerscheinung ist und irgendwie ändert sich da gerade was. Leider bin ich immer etwas spät dran, solche Veränderungen zu erkennen. Früher war ich viel im Hobbyschneiderinnen-Forum unterwegs und als sich da viele zurückzogen um einen eigenen Blog zu betreiben, war ich etwas traurig und verstand nicht, was dieses Bloggen soll. Jeder schreibt für ich alleine? Wie blöd! Der Netzwerkcharakter erschloss sich mir damals nicht. Jetzt schwärmen alle von Instagram. Eigentlich sage ich auch, ich will lieber Details und Entstehungsgeschichten zum genähten Stück, aber wenn ich mal ehrlich bin, wähle ich beim MMM auch nur nach den Vorschaubildchen aus, was ich mir ansehe oder ich durchforste Pinterest und da sieht man ja auch erstmal keinen Text. Vielleicht entwickelt es sich in diese Richtung, ziemlich wahrscheinlich sogar. Da es hier aber um mein Hobby geht und nicht um etwas Berufliches, bin ich entspannt und entscheide nach Gefühl. Das Bloggen hat sich bereits ausgezahlt, ich habe vor Ort und weiter weg einige nette Gleichgesinnte kennengelernt und viele Offline-Treffen sind daraus entstanden. Was den Druck angeht, da bin ich zwiegespalten. Einerseits will ich mich in meiner Freizeit natürlich nicht unter Druck setzen lassen. Andererseits hätte ich viel weniger Zufriedenstellendes genäht und getragen! so ein bisschen brauche ich den Druck also.
    So, das ist jetzt eine ganz wirre Antwort ohne roten Faden geworden, ich habe einfach drauflos geschrieben, wie es mir in den Sinn kam. Das mit dem Kommentieren aber zu wenig Zeit, kenne ich nämlcih auch ;-)

    LG
    anne

    Ach ja, ich finde es schön, dass du dich entschieden hast, zu bleiben!!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Anne! Ich sträube mich noch gegen Instagram, da auch dies für mich ein Medium ist, was ich mit dem Thema Schnellebigkeit und viele Infromationen in möglichst wenig Zeit verbinde. Vielleicht irre ich da. Ich hätte grundsätzlich nichts dagegen, wenn die Bloggerszene wieder etwas kleiner und übersichtlicher wird, wobei ich es sehr schade finde, dass viele der alten eingefleischten Näh-Blogger gerade weniger aktiv zu sein scheinen. Und du hast recht, manchmal Bracht es den Druck. Ich wäre mit meinen Fähigkeiten noch lange nicht da angekommen, wo ich heute bin, wenn ich mich durch Sew Alongs nicht immer wieder zu aufwändigen Projekten hätte motivieren lassen. Aber alles hat seine Zeit, und jetzt soll eine Phase mit weniger Druck beginnen ...
      Liebe Grüße, Anni

      Löschen
  5. Ich hatte vor einiger Zeit ja auch überlegt mit dem Bloggen aufzuhören, mich dann aber dagegen entschieden. Ich blogge nur noch wenig wenn ich Zeit und Lust habe. Manchmal nehme ich am MMM Teil, aber Sewalongs sind nicht mein Ding, das verursacht bei mir nur Stress. Instagram ist ganz nett und man kann zwischendurch mal was posten, aber es ersetzt nicht das Bloggen... Bei mir schon gar nicht, da ich ja sehr Bilderlastig blogge.
    Aber du hast schon recht, das sich die Bkoglandschaft verändert, aber das tun wir auch. Themen die mich früher interessiert haben werden von neuen abgelöst. Dazu kommt, das ich im Moment nicht so ganz genau weiss, wo ich eigentlich hin will im Nähbereich und mir vieles schief geht oder grauenhaft an mir aussieht...
    Das kommentieren bleibt bei mir leider auch oft auf der Strecke, was schade ist, aber zeitlich einfach nicht anders machbar.
    LG Eva

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Eva! Bitte bleibe weiter so fotolastig, die Bilder in deinem Blog finde ich richtig toll und schaue so gerne bei dir vorbei.
      Ja, man selbst verändert sich. Auch diese Veränderungen kann man in einem Blog nachvollziehen. Auch deine Frage, wohin du im Nähbereich willst, finde ich spannend. Nur aufgrund von Zielen ist man schließlich motiviert, bestimmte Wege zu gehen. Liebe Grüße, Anni

      Löschen
  6. Wie schön, liebe Anni, dass du wieder da bist! Ich habe nämlich immer sehr gerne bei Dir gelesen und freue mich deshalb sehr, dass es weitergeht und ich an Deinen Nähprojekten teilhaben kann. Und wie du an den Rückmeldungen siehst, ist es gar nicht so schlimm, eine Blogpause zu machen, du bist nicht vergessen, jeder kann sich sicherlich denken, dass das Leben im Moment andere Prioritäten setzt. Ich bin im Moment auch etwas blogmüde, aber dennoch möchte ich den Austausch auf diese Weise nicht missen.
    Liebe Grüße und bis bald
    Rita

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Rita! Der Austausch und die Reaktionen auf meinen Post motivieren mich sehr. Genau das möchte ich auch nicht missen. Liebe Grüße, Anni

      Löschen
  7. Ich freue mich, dass es auf Deinem Blog weitergeht. Ich lese immer gern hier. Ich kann "Eben Julia" nur beipflichten, die aufgeworfenen Fragen von Dir haben sich in ähnlicher Form sicher viele Bloggerinnen schon gestellt. Ich denke es ist ganz wichtig sich keinen Druck zu machen, sonst leidet das Hobby, sowohl das Nähen als auch das Bloggen. Interessante Bloges werden gelesen, man lässt sie auf der Leseliste auch wenn einige Wochen wenig passiert. "Früher" haben viele Frauen genäht und gehandarbeitet, wenn ich mich in meinem eigenen familären Umfeld oder bei Freunden /Kollegen umschaue, findet sich niemand mit dem ich mich wirklich zu diesem Thema austauschen kann. Das kann ich über den Blog - er hat also nicht unbedingt die narzisitische Ursache sondern entspringt dem Wunsch nach Austausch und Ideensammlung, Inspiration und Weiterentwicklung. Und das funktioniert wie im analogen Leben nunmal nicht linear immer auf dem gleichen Niveau sondern eher in Wellen oder Schüben. LG Kuestensocke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das stimmt, in meinem Familien- und Bekanntenkreis gibt es auch kaum jemanden, der mein Hobby in der Form, wie ich ihm nachgehe, teilt. Dieser Austausch findet auch bei mir vornehmlich über die digitale Welt statt. Und ein bisschen was, hat das ja auch von Brieffreundschaften, wie sie in unserer Kindheit noch hipp war. LG, Anni

      Löschen
  8. Liebe Anni, wie schön wieder von dir zu lesen! Ich lese nämlich sehr gerne bei dir. Ich mag es, wie du dich mit Näh-/Stil-/Outfitthemen auseinandersetzt, wie z.B. beim Working Girl Sew Along. Du teilst deine Gedanken und Herangehensweise und das finde ich sehr spannend und inspirierend.
    Nicht oft zu bloggen finde ich überhaupt nicht schlimm. Das mache ich auch nicht. Also, ich würde mich freuen, wenn du weiter bloggst, und zwar dann, wenn du Lust und Zeit und Muße dazu hast.
    Liebe Grüße
    Christiane

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ihr Mädels gebt mir gerade wieder einen ordentlichen Motivationsschub. Der Austausch hier tut einfach gut und ich bemühe mich nach Kräften, keinen Druck mehr aufkommen zu lassen. LG, Anni

      Löschen
  9. Ich freue mich sehr, dass du weitermachst. Ein privater Nähblog unterliegt keinerlei Regeln; was, wann uns wieviel man schreibt, ob man privates einfließen lässt oder nicht, kann man daher ganz allein selbst bestimmen. Dein Blog ist in meiner Blogroll und wenn du schreibst, lese ich das jedenfalls sehr gern.
    LG von Susanne

    AntwortenLöschen
  10. Ich finde es toll, dass Du weiter bloggst, denn ich schaue und lese immer gerne bei Dir. Mir gefällt Dein lässig cleaner Look sehr gut, da passt das Blogdesign Super zu!

    AntwortenLöschen
  11. Ich finde es toll, dass Du weiter bloggst, denn ich schaue und lese immer gerne bei Dir. Mir gefällt Dein lässig cleaner Look sehr gut, da passt das Blogdesign Super zu!

    AntwortenLöschen
  12. Liebe Anni,

    da bist du ja wieder, schön! Deine Gedanken kommen mir doch sehr, sehr bekannt vor. Ich habe mich auch schon oft gefragt, ob ea all die Zeit, die man in so einen Blog steckt nicht doch vergebene Liebesmüh ist. Und so habe ich dieses Jahr auch mehr genäht anstatt zu bloggen. Hier liegt noch soviel zum Fotografieren rum, aber ich hatte einfach sehr wenig Lust dazu. Die Luft war raus, aber jetzt ist auch bei mir wieder frischer Wind da(lustigerweise wie bei Dir mit neuem Bloglayout, das gehört wohl dazu))und viele deiner Überlegungen kann ich nur unterschreiben.
    Diese "Jagd" nach Followern und Kommentaren kann ziemlich anstrengend sein, man will ja nicht wirklich vergeblich ins Weltall posten. Was mich nervt ist diese Like-für-Like Mentalität, die ich vor allem auf Wordpress festgestellt habe, seit ich dort nicht mehr so viele Blogs verfolge liked auch kaum noch jemand. Man macht das doch eigentlich nicht, um dafür eine Gegenleistung zu erwarten?! Also ich zumindest nicht, das ist doch albern und unehrlich. Eine gute Idee wäre viellleicht, diesen Button mal zu entfernen.
    Ich habe mir auch vorgenommen, den "Mittwochsstress" von mir zu nehmen (in letzter Zeit waren 100% meiner Beiträge mittwochs...), auch wenn die Beiträge dann wahrschenlich weniger Leser erreichen. Du hast Recht, wen es wirklich interressiert, der schaut auch so vorbei und das bestimmt aufmerksamer. Wie du siehst, schaffe ich es auch nicht wirklich zeitnah zu kommentieren, komme aber jetzt extra noch mal vorbei :)
    Was den Blog wirklich wertvoll macht, sind doch eigentlich die Nähnerdbekanntschaften, die man durch das Netz machen kann. Sonst hätte ich nie meine "Schneiderpuppen" ganz in der Nähe aufgetan.

    Ich freue mich auf viele schöne Outfits von Dir,
    Liebe Grüße,
    Nadine

    AntwortenLöschen
  13. Liebe Anni,
    deinen Post habe ich natürlich längst gelesen. :-)
    Eigentlich ist auch schon alles gesagt worden. Ich kann mich dem nur anschließen.
    Die Linkpartys wie zum Beispiel MMM oder RUMS sind toll und auch inspirativ, aber setzten auch mich eine Zeit lang unter Druck. Ich hatte mal kurz das Gefühl, wenn man da nicht mit macht, ist man raus.
    Aber wie gesagt, nur kurz, bis ich mich wieder darauf besann, warum ich mit dem Bloggen begann und dass ich kein Berufsblogger bin, sondern Familie, Beruf, Haus und Garten unter einen Hut bringen muss.
    Meines Erachtens bringt es auch nichts, wenn man irgendwas kommentiert, was nicht echt rüber kommt.
    Da freue ich mich schon mehr, wenn eine Kursteilnehmerin, Bekannte oder Freundin sagt:``Ihr Blog ist aber toll. Ich schaue gerne rein, habe es aber nicht so mit dem Kommentieren.´´
    Instagram..., schöne Bilder, keine Frage, aber das ist wie Fast Food. Man stillt kurzfristig den Hunger, kurze Zeit darauf braucht man wieder Nahrung, bzw. Likes in Form von Herzen.
    ` Entschleunigen ´ ist auch beim Bloggen angesagt. Da wird sich bestimmt noch die Spreu vom Weizen trennen.
    Also, ich freue mich auch weiterhin von dir zu lesen. Vielleicht begegnen wir uns ja sogar mal wieder.
    Mir geht es nämlich wie Nadine. Die Bekanntschaften und Freundschaften sind doch letzten Endes das Salz in der Suppe.
    Liebe Grüße von Heike

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da ist ja doch eine Menge Text zusammen gekommen. ;-))

      Löschen