Neue Themen bei AnniMakes

16 Juli 2014

in
Während meines Urlaubes wurde ich krank - dicke Erkältung mit allem Drum und Dran. Geplante Ausflüge fielen ins Wasser, da ich nicht fit genug war. Aber da wir einen wunderschönen Campingplatz in den Cevennen hatten, war es gar nicht so tragisch. Wir spannten unsere Hängematte zwischen zwei Bäumen am Flussufer, genossen die Geräusche des vorbeirauschenden Wassers und lasen den ganzen Tag oder spielten Scrabble. Ich hatte so auch endlich einmal Zeit, mich in Blogbeiträge zu vertiefen, die ich bisher nur oberflächlich gestreift hatte. Seit ich mit dem Nähen angefangen habe, beschäftige ich mich viel intensiver mit den Themen persönlicher Stil und Aufbau einer Wohlfühlgarderobe, die mich authentisch widerspiegelt. Zwei Blogs haben es mir besonders angetan. Da wäre zum einen die Serie Wardrobe Architect von Coletterie und zum anderen der Blog Into Mind. Beide sind aus meiner Sicht extrem gut recherchiert, verständlich geschrieben und von zahlreichen Beispielen begleitet.
 
Colette-Patterns kennen sich viele von euch - und auch der dazugehörige Blog Coletterie von Sarai Mitnick dürfte vielen ein Begriff sein. Anfang des Jahres startete Sarai ihre 14wöchige Blogserie Wardrobe Architect. Jede Woche veröffentlichte sie einen Post, der sich mit einer speziellen Frage des persönlichen Stils und der bevorzugten Kleidung beschäftige. Dabei ging es zum Beispiel darum, ein Farbkonzept für seinen Kleidungsstil zu erstellen. In einer anderen Woche sollte man die Schnittführungen der Kleidungsstücke berücksichtigen. Ich habe mir zum Beispiel die Frage gestellt, trage ich lieber Skinny Jeans oder Hosen im Boyfriend- oder Chino-Style. Letztlich ging es darum einen Capsule Wardrobe zu planen und danach herauszufinden, welche Teile man noch benötigt, um diese in seine Nähpläne aufzunehmen.
 
Into Mind ist der Blog der jungen Berlinerin Anuschka Rees. Ich bin on diesem Blog einfach nur begeistert. Die Klarheit des Stils gefällt mir sehr -und inhaltlich ist der Blog exzellent. Der Blog trägt den Untertitel ´personal style, minimalism and the perfect wardrobe´. Auch bei Anuschka spielt der Capsule Wardrobe eine zentrale Rolle. Deshalb möchte ich kurz die Frage beantworten, um was es sich bei einem Capsule Wardrobe handelt .Laut Wikipedia handelt es sich dabei um eine Kollektion von Kleidungsstücke, die untereinander gut kombinierbar sind und mit denen man zahlreiche Outfits zusammenstellen kann. Häufig werden für einen Capsule Wardrobe zwischen 20 bis 40 Einzelteilen einschließlich Schuhen verwendet.
 
Ich habe intensiv überlegt, ob ich auch meinen Blog thematisch erweitere und den Bereichen Personal Style und Capsule Wardrobe Building Raum gebe. Fragen tauchten auf: Wirkt man nicht arrogant, wenn man sich viel mit seinem Äußeren beschäftigt? Wirkst du dann wie eine oberflächliche Modetussi?
Ich habe mich entschlossen, meine Zweifel zu ignorieren. Denn für mich hat sich die Beschäftigung mit den Themen positiv ausgewirkt. Ich kleide mich bewusster und fühle mich wohler. Tage, an denen ich morgens nicht weiß, was ich anziehen soll, gibt es quasi kaum noch. Langfristig hoffe ich auch, weniger Geld für Kleidung auszugeben. Jetzt am Anfang klappt das noch nicht so ganz :-). Deshalb möchte ich euch an meinem Weg teilhaben lassen. Vielleicht motiviert es den einen oder anderen, sich auch mit den Themen zu beschäftigen, was dann hoffentlich die gleichen positiven Auswirkungen hat, wie bei mir.
 
Für den Blog habe ich einen Button erstellt, den ich an den Anfang eines jeden Posts setzen werde, der sich nicht mit dem Nähen, sondern mit Wardrobe Building und Personal Style beschäftigt.  Entschuldigt, dass ich so oft englische Begriffe verwende, aber Wörter wie Kleiderschrankaufbau oder Garderobenzusammenstellung klingen einfach nicht toll.
Wie haltet ihr es mit dem Vorgestellten Thema? Spielt es eine Rolle in eurem Alltag, oder schenkt ihr dem Ganzen weniger Aufmerksamkeit?
 
Eure Anni
 

Kommentare:

  1. Ich schleiche auch schon länger um dieses Thema, aber es fehlt mir noch ein bisschen der Ansatzpunkt, daher lese ich sehr gern bei Dir mit! :)

    AntwortenLöschen
  2. Spannendes Thema, da lese ich gerne mal bei dir mit. :)

    AntwortenLöschen
  3. Das hört sich nach einer super Idee an.
    Vermutlich könnten viele Kleiderschränke etwas mehr Struktur vertragen. Bei mir sind viele schöne Einelstücke vorhanden, aber zeitlose Kombibasics werden total vernachlässigt.
    Bin schon gespannt.
    Lieber Gruß
    Elke

    AntwortenLöschen
  4. Eine peinliche Modetussi ist man dann, wenn man ein angeblich gerade modisches = aktuelles Teil trägt und gar nicht merkt, dass es einem nicht steht! Insofern ist es doch nur konsequent, sich eine untereinander passende Garderobe mit kritischem Blick zusammenstellt!
    Gerne mehr davon!
    LG,
    Kathrin

    AntwortenLöschen