Meine Vorsätze

27 Januar 2014

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Ich lese gerne bei anderen, was sie sich vorgenommen haben. Deshalb möchte ich meine "Näh-Vorsätze" an dieser Stelle schriftlich festhalten. Viele Vorsätze sind denen anderer Hobbynäherinnen sehr ähnlich. Gut, dass es nicht nur mir so geht :-).

1. Ruhe bewahren, kein Stress: denn langsam nähen, heißt in meinem Fall besser nähen. Ich bin ein pragmatischer und eher ungeduldiger Mensch, andererseits hat mich beim Nähen auch ein gewisser Ehrgeiz gepackt. Nähen ist ein wunderbares Hobby. Ich möchte mir den Spaß daran nicht durch unnötigen Stress nehmen. Also nehme ich mir die Zeit, die ich brauche. Erfahrungsgemäß ist das bei mir deutlich länger, als bei vielen anderen Näherinnen. Wenn ich merke, dass ich mehr Fehler mache oder einfach keinen Lust mehr habe, höre ich inzwischen auf zu nähen. Ich schlage mir nicht mehr die Nächte um die Ohren, weil ich unbedingt fertig werden möchte. Manch einer braucht dieses Fieber, mir und meinen Me-Made-Kleidungsstücken tut es nicht gut.

2. Weniger Ablenkung: Bisher lief beim Nähen meist der Fernseher. Dies lenkt mich ab, macht mich unkonzentrierter,  es passieren mehr Fehler - von der Qualität der angebotenen Programme spreche ich besser gar nicht erst. Also bleibt der Fernseher jetzt aus. Das Zuschneiden und Aufbügeln von Einlagen empfinde ich als den langweiligsten Schritt beim Nähen. Auch hierbei bleibt der Fernseher inzwischen aus, alternativ lausche ich Hörbüchern (aktuell gerade das Rosie-Projekt von Graeme Simpsion, kann ich euch sehr empfehlen).

3. Nähen mit Plan: Dieser Punkt beinhaltet für mich zwei Aspekte. Zum einen möchte ich darauf achten, welche Kleidungsstücke ich benötige. Die neu entstehenden Stücke sollen mit meinem vorhandenen Kleiderschrank gut kombinierbar sein, sollen meinem Stil und meiner Farbskala entsprechen. Über dieses Thema könnte ich viel schreiben. Wer sich bezüglich seines "personal style" Gedanken machen möchte, dem sei die Serie Wardrob-Architect von Collete-Patterns empfohlen. Nähen nach Plan kann für mich aber auch bedeuten, dass ich bestimmte Schnittmuster ausprobieren möchte.
http://www.coletterie.com/wardrobe-architect/the-wardrobe-architect-defining-core-style
 
4. Qualität: Es zahlt sich aus, bei Stoffen, Garnen und Reißverschlüssen auf gute Qualität zu achten. Der Nähprozess wird viel einfacher und die Qualität des Ergebnisses überzeugt.

4. Ordnung: Zahlreiche Utensilien auf dem Nähtisch, ein Stoffchaos im Rücken und die Bügelwäsche liegt auf dem Sofa ..., das alles frisst Energie. Also habe ich beschlossen, darauf zu achten, dass mein Nähzimmer aufgeräumter ist. Auch möchte ich alle Materialen, die ich für ein Projekt benötige, vorab besorgen. Es ist so störend und zeitfressend, wenn man merkt, dass man noch schnell in die Stadt fahren muss, weil der passende Reißverschluss nicht im Fundus vorhanden ist.

5. Stoffvorräte abbauen: Wer kennt nicht die Freude, die man verspürt, wenn man einen schönen neuen Stoff kauft. Zu Hause stapeln sich die Stoffvorräte, diese Stapel möchte ich reduzieren. Natürlich lassen sich Fehlkäufe nicht immer vermeiden, aber solche Stoffe kann man verschenken oder man verarbeitet sie zu Probestücken. Neue Stoffe möchte ich nur noch gezielt gemäß einem geplanten Projekt kaufen.
 
6. Verbesserung der technischen Fertigkeiten: Ich habe im letzten Jahr tolle Videokurse bei Craftsy gebucht, und im Nähzimmer finden sich tolle Bücher zum Thema nähen. Ich möchte mir mehr Zeit nehmen, die Videos anzuschauen und Literaturstudium zu betreiben, um meine Fertigkeiten und Kenntnisse zu erweitern. Geschaut habe ich beispielswiese den Kurs "Zipper Techniques", seitdem ist das Einnähen eines verdeckten Nahtreißverschlusses kein Problem mehr. Im Rahmen des Weihnachtskleid-Sew-Along war ich mit dem Thema Small Bust Adjustment konfrontiert. Bisher habe ich mir die Zeit noch nicht genommen, den erworbenen Craftsy-Kurs zu diesem Thema zu schauen.

Über Beiträge, wie es euch mit den angesprochenen Themen geht, freu ich mich!

Eure Anni

 



Kommentare:

  1. Liebe Anni,
    genau das was du schreibst, habe ich mir vor längerem auch so vorgenommen.
    Ich kann da einiges bestätigen!
    Ganz liebe Grüße
    Wolke

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  2. Das klingt alles super!

    Ich nähe übrigens zu lockerleichter Musik, bei der ich mitsingen kann, das beruhigt mich ohne die Konzentration zu stören :)

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  3. Liebe Anni, deine Pläne hören sich toll an, ich hoffe, dass du sie so wie du es möchtest umsetzen kann. Ich höre nie Musik beim Nähen oder gucke Fernsehen, aber ich nähe auch meistens spät abends, da kann ich mir keine Ablenkung mehr erlauben. Mit den Stoffvorräten bin ich immer hin und her gerissen. Ich habe mir auch schon oft vorgenommen, Stoffe nur projektbezogen zu kaufen, allerdings ist dies immer eine kostspielige Sache, weil die Stoffe hier am Ort sehr teuer sind. Deshalb kaufe ich auf jeden Fall auch auf Vorrat auf Stoffmärkten oder zum Beispiel beim Bielefelder Lagerverkauf. Manchmal dauert es etwas, aber irgendwann findet jeder Stoff seine Bestimmung. Meine Nähtechniken möchte ich auch gerne verbessern, aber es gibt auch Kleider, die zwar keine nähtechnische Herausforderung waren, aber trotzdem Lieblingskleider geworden sind. Die richtige Mischung macht's.
    LG Rita

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