SWAP: Zwischenstand

10 November 2013

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Etwas verspätet kommt heute mein Bericht über meine Nähergebnisse beim aktuellen SWAP.

Es fehlte mir an Oberteilen zu dieser Hose, die auch noch gut zu einem neu erstanden dunkelblauen klassischen Blazer kombinierbar sein sollten:


...inzwischen sind drei Oberteile entstanden, die sich sehr gut zur Hose tragen lassen, und die sich teilweise auch gut zum blauen Blazer kombinieren lassen. Nachfolgend ein paar Eindrücke:


Weiter geht's ... . Ich hatte zu Beginn des SWAP als Schrankleiche diesen blauen Rock identifiziert:

Ich habe während des SWAP festgestellt, dass mir der Rock nie wirklich gefallen wird. Das Material stimmt nicht, ist sehr fusselanfällig, was als Besitzerin einer Katze sehr nachteilig ist. Ich habe auch keine Lust den ganzen Tag mit der Fusselrolle im Anschlag herumzulaufen! Auch der Schnitt (Pencilskirt) ist nicht wirklich meiner und entspricht zu wenig meinem Kleidungsstil! Diesen würde ich mal mit lässig-schick beschreiben. Ein Pencilskirt ist elegant und erinnert mich an Chefsekretärin bzw. erfolgreiche Businessfrau - dieser Stil bin nicht ich. Kurzum der Rock fliegt raus - ein Fehlkauf - aus dem ich allerdings viel über mich und meinen Stil gelernt habe - also doch kein kompletter Fehlkauf :-) .

Neben den Oberteilen stand auf meinem SWAP-Nähplan das Nähen von Jerseykleidern, um sie zu meinen Jeansjäckchen kombinieren zu können. Die Schnittmuster sind eingetroffen.


Gestern habe ich ein erstes Probekleid des ONION-Schnittes Nr. 2001 genäht. Einen ersten Blick dürft ihr schon mal darauf werfen, ausführlich werde ich Schnitt und Kleid in den nächsten Tagen präsentieren. Bei der Anprobe des Probekleides habe ich festgestellt, dass die gewählten Schnitte für mich nicht wirklich ein Missing Link sind, da sie zu den Jeansjäckchen nicht so gut harmonieren. Mit Cardigan oder Mantel gefällt mir das Jerseykleid besser.



Sehr interessant finde ich das vom SWAP-Team angesprochene Thematik zum 3. Teil des SWAP. Nach fast einem Jahr Nähen und Bloggen habe ich festgestellt, dass ich Druck beim Nähen als eher kontraproduktiv empfinde. Anfangs neigte ich dazu, mir zu viel vorzunehmen, ich wollte am liebsten bei jedem Sew Along teilnehmen, bei jedem MMM etwas neues tolles präsentieren, ... . Dies baute Druck auf, der mir andererseits den Spaß nahm. In der Zwischenzeit bin ich sehr viel gelassener geworden. Dazu beigetragen hatte unter anderem ein Post von Rong von My Pattern My Fashion, die dafür geworben hatte, langsamer aber dafür genauer zu arbeiten. Inzwischen ist Druck, den ich mir evtl. beim Nähen mache nicht mehr das große Problem. Die größere Herausforderung ist "Nähen nach einem Plan": Welches Kleidungsstück benötige ich? Welchen Schnitt möchte ich ausprobieren? Welchen neuen technischen Herausforderungen möchte ich mich stellen? In den Weiten des WWW kann man sich schnell verzetteln. Auf anderen Blogs finde ich ständig neue Inspirationen, entdecke tolle Schnitte, sehe tolle Stoffe. Nicht den Überblick zu verlieren, einen ungefähren Nähplan haben, der zeitlich einigermaßen realistisch ist - das ist meine Schwäche.
 
Eure Anni

Kommentare:

  1. Ich finde, wenn man sich auf farblich und Materialmäßig (Stoffarten) einschränkt, ist der Druck noch weniger und die genähten Stück sind gut kombinierbar. Was hat dich dazu gebracht, den blauen Rock zu kaufen? Schöne Grüße, Klara

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  2. Liebe Anni,

    Dein SWAP sieht super aus. Alle Teile, die Du neu genäht hast, passen gut zu den vorhandenen Teilen. Dein Stil gefällt mir gut: diese Kombination von Schick und Lässigkeit.

    Mit deinem neuen Kleid kannst Du bestimmt ganz viele dazu kombinieren. Ich brauche auch unbedingt so eins.

    Bei mir ist das sehr ähnlich wie bei Dir. Ohne den SWAP hätte ich wahrscheinlich keine grosse Gedanke darüber gemacht, was ich eigentlich brauche und was eigentlich mein Stil ist. Früher habe ich einfach einen Schnitt nach dem anderen probiert und das Ergebnis sind viele Einzelteile, die nicht zu einander passen und die ich nicht anziehe möchte. Meine Schwäche ist, dass ich nicht gut mit der Zeit umgehen kann. Ich surfe zu viel und nähe zu wenig. :-D

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend,

    Liebe Grüße,

    Rong

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  3. Eine Frage, woher beziehst Du die Onion Schnitte? Und hast Du nicht mal Lust Deinen Rock mit Upcycling wieder ins Leben zu rufen? Wäre doch schade.....

    Ganz liebe Sternbiengrüße

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  4. Deine neues Stickkleid ist ein Winner! Auf jeden Fall! Schade natürlich, dass es nun doch kein Missing Link geworden ist. Aber warum soll es dir mit den Plänen auch anders gehen als uns, die wie sie immer wieder verwerfen und korrigieren? ;)
    Und mir geht es ganz genauso wie dir: Die grösste Herauforderung beim Hobbynähen ist für mich, nicht den Überblick zu verlieren und realistische Plähne zu realisieren. So ein SWAP ist für mich eine echte Herausforderung und ich lerne draus. Letztlich heisst es für mich immer wieder aufs Neue: Weniger ist mehr.

    Liebe Grüße
    Immi

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  5. Ich finde es sehr spannend über deinen Weg im Rahmen des SWAP zu lesen. Auch für mich gehören zu Nähen nach Plan Um- und Irrwege dazu. Am Ende kommt (fast) immer was Gutes dabei heraus. Dein Kleid ist schön. Hast den Saum auch eingefasst?
    Mit gefällst du auch im engen Rock aber wenn du dich darin nicht gut fühlst - weg damit.
    Gruß Mema

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  6. Hallo Anni,

    deine bisherigen Swap-Stücke gefallen mir alle supergut, die würde ich auch sofort tragen. Toll, dass du sie so schön mit anderen Teilen aus deinem Kleiderschrank kombinieren kann. Gerade durch's Nähen, finde ich, merkt man, was einem steht oder vielleicht doch nicht. Das dauert leider aber ziemlich lange und beinhaltet einige Fehlgriffe.

    Deinen Erfahrungen bezüglich Druck beim Nähen kann ich nur teilen, da vergeht mir auch schnell der Spaß am Nähen. Und das mit der Übersicht ist bei aller Inspiration von Blogs & Co. wirklich so eine Sache, ständig sieht man was neues, das man am liebsten sofort haben möchte ;)

    Liebe Grüße
    Julia

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